Der Meisterfisch

Ich erinnere mich immer wieder mal an ein Gespräch, das ich mit einer Kollegin geführt hatte, die sehr gläubig war, sehr katholisch … Sie überlegte, wie es sein kann, dass Jesus nach seiner Auferstehung mit den Jüngern hinter verschlossenen Türen Fische essen konnte und danach einfach so durch die Wand verschwinden. (Joh. 20 bis 21, in der Einheitsübersetzung steht allerdings nicht, dass dieses bestimmte Mahl mit den Fischen hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben soll.)

Die Kollegin stellte sich vor, dass Jesus selber zwar durch die Wand gehen konnte, „aber der Fisch in seinem Magen müsste dann doch voll dagegengeklatscht sein, oder?“

Ich muss immer wieder lachen bei dieser Vorstellung. Jesus hat mit Sicherheit den Fisch zerkaut, also mit „gegen die Wand klatschen“ ist das so eine Sache. Aber mal im Ernst: Wenn ich ein Channeling lese oder höre, wenn ich mit meinen Freunden hinter dem Schleier kommuniziere, wenn ich mich in Gedanken in andere Dimensionen begebe, die ja „nur“ Sinne sind, Wahrnehmungsmöglichkeiten oder -ebenen, dann steigt meine eigene Frequenz an. Das ist Resonanz.

Stelle dir eine Gitarre vor, du zupfst an nur einer einzigen Saite, und schon schwingen die danebenliegenden Saiten mit. Das ist Resonanz. Sie können nicht anders. Je stärker zu zupfst, desto mehr Saiten fangen zu schwingen an. Je höher du selber schwingst, desto mehr Menschen gehen mit deiner Energie in Resonanz.

Jesus, als Aufgestiegener Meister, hatte eine sehr hohe Schwingung. Wenn er sich einen Fisch einverleibt, dann schwingt der in gleicher Höhe wie der Meister, kann also problemlos die Wand durchdringen, weil er nun auch aufgestiegen ist … lach … nicht so ganz ernst gemeint …

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Prüfe mit dem Herzen

Es gibt Menschen, die sprechen/schreiben über ein bestimmtes Thema, um auszudrücken, was in ihrem Inneren vor sich gegangen ist. Sie holen das, was dort erlebt wurde, in eine äußere Entsprechung, hinein in 3D, um auch mit dem Verstandesaspekt zu erfassen und damit zu verankern, was vorher auf den inneren Ebenen erkannt wurde, was aber im bewussten Sein vielleicht noch nicht ganz gefestigt ist.

Und es gibt die anderen, die sprechen/schreiben über ein bestimmtes Thema, um sich einen Eindruck von den diversen Aspekten der behandelten Angelegenheit zu verschaffen. Sie sprechen über etwas, das noch gar nicht in ihr Inneres gelangt ist, noch in keine Erfahrung übergegangen ist. Sie lassen sich auf diese bestimmte Sache nicht ein, der Verstand möchte erst genau wissen, prüfen, sich noch mal überlegen … Kontrolle pur.

Über eine Angelegenheit zu sprechen, kann also bedeuten, dass auf der Erfahrungsebene noch keine wirkliche Auseinandersetzung erfolgt ist. Die andere Seite kann aber sein, dass einer darüber spricht, um seine mit dem Gefühl erfassten und erlebten Erfahrungen, die sich in Weisheit verwandelt haben, zu festigen und gleichzeitig auch anderen als Inspiration zugänglich zu machen.

Darum prüfe mit dem Herzen, was du liest.

Segen verschenken

Beim vergeblichen Versuch einzuschlafen, kam mir wieder einmal Sanat Kumara in den Sinn. „Seltsam“, möchte mein Mensch sagen, „ich weiß gar nicht …“ Doch, ich weiß es aus Erfahrung: Immer, wenn mir jemand ins Bewusstsein kommt (und dabei ist Bewusstsein das Schlüsselwort), ist klar, dass derjenige „anwesend“ sein muss, sonst würde er mir nicht bewusst werden.

Sanat also … und wenn er da ist, dann steht mit Sicherheit irgendetwas Großes an. Ich werde es euch wissen lassen, wenn es klarer wird.

Aber jetzt erst einmal zu meiner Erinnerung an die Zeit, als wir gewisse Dinge aufgearbeitet hatten. Ich glaubte damals noch, er sei der Gott der Kirche. Er wollte auch, dass ich wieder in den Schoß der Kirche zurückkehre, die ich mehr als zwanzig Jahre zuvor verlassen hatte. Man muss sich in das System hineinbegeben, um darüber hinausgehen zu können. Vielleicht wird es dir deutlicher, wenn du dir einen Fahrstuhl vorstellst: Du musst einsteigen, hineingehen, um hochzufahren. So ist es mit jedem System, man kann es nur von innen heraus verändern. (Ganz nebenbei, ich bin nach angemessener Zeit auch wieder ausgetreten aus dem System Kirche.)

Bei irgendeiner Gelegenheit hörte ich mich mal zu ihm sagen: „Ich segne dich …!“ Ich war total erschrocken, verunsichert, wie kann ich, der kleine Mensch, einen GOTT SEGNEN?

Wir haben doch gelernt, dass wir niederknien müssen vor seiner Größe, uns am besten noch der Länge lang in den Staub werfen, und auf jeden Fall sollten wir arm sein und das Büßerkleid anhaben, um vielleicht, wenn er mal einen guten Tag hat, seinen Segen für uns selber rauszukitzeln. Wie kann ich es dann wagen, IHM meinen kleinen nichtswürdigen Segen anzubieten?

Ich habe lange gebraucht, kam zu keinem Schluss … und er sagte auch nichts dazu.

Aber nachdem ich mich innerlich aus dem Staub erhoben und ihn auf die ihm gemäße Größe reduziert habe, ist es durchaus angemessen, auch ihn zu segnen, denn er ist Gott, ich aber auch. Und wir alle haben Segen zu verteilen. Es bedeutet nichts weiter, als dass ich einem anderen Menschen oder besser: einem Göttlichen Wesen eine bestimmte Energie zur Verfügung stelle, die der Empfangende nutzen kann, wenn er es wählt. Es ist eine Art Geschenk, eine Anerkennung und eine Würdigung dessen, was er tut. Ich ehre ihn damit.

Wenn ich etwas empfange, bringt es die Energien wieder ins Gleichgewicht, wenn ich dafür auch etwas gebe. Meine Gaben sind letztendlich immer auf dieses zu reduzieren: Energien und/oder Liebe. Und beides sollten wir mit ganz großen offenen Händen verschenken, wir sollten verschwenderisch damit um uns werfen, es kommt mit Sicherheit irgendwie und irgendwann zu uns zurück.

Die Wahrheit kommt doch ans Licht

Ich weiß, ihr liebt Geschichten …

Als ich begann, mit Sanat Kumara zu „arbeiten“, meditierte ich noch oft. Ich legte mich dazu auf ein Heizkissen, was der körperlichen Entspannung diente und mich gleichzeitig auch mehr von meinem Körper fühlen ließ. Und in diesem wirklich sehr entspannten Zustand schlief ich regelmäßig fast ein. Doch nicht ganz … Mein Bewusstsein war klar wie nie zuvor, und ich nahm Seltsames wahr.

Ich sah mich z. B. einmal auf den inneren Ebenen, nachdem ich also körperlich wieder mal gestorben war, mit Sanat (dem Gott) sprechen. Ich fragte ihn, warum mein Leben jedesmal mit einem gewaltsamen Tod enden muss, wenn ich doch den Menschen nichts als die Wahrheit bringen will. Er sagte: „Die Zeit ist noch nicht reif!“ Warum? Was meinte er?

Ich war in der letzten Inkarnation vor diesem Gespräch ein Mann gewesen, der einen sehr hohen Rang in der Kirchenhierarchie hatte. Ich sah mich mit „Kollegen“ reden, wir hatten etwas in der Bibel entdeckt, das uns irgendwie nicht ganz stimmig vorkam. Wir suchten und suchten und fanden endlich die Wahrheit heraus. Und wir waren entsetzt, denn es wurde klar, inwieweit die Bibel, dieses heilige Buch, doch entstellt worden war. Ich wollte, dass alle Menschen die Wahrheit erfahren sollten … doch die Kollegen verboten mir, darüber zu sprechen. Ich wurde verpflichtet, den Mund zu halten, sonst …

Meine Empörung wuchs. Insgeheim beschloss ich, die Wahrheit aufzuschreiben und zu verbreiten, auch wenn die Kollegen aus eigennützigen Gründen alles beim Alten lassen wollten. Ich merkte, dass man mir nicht so ganz über den Weg traute, man beobachtete mich, wollte herausfinden, ob ich mich an mein Wort halten würde. Aber ich (war noch nicht so gerissen, wie die Menschen heute allgemein sind) … ich wütete, es empörte mich immer mehr, je länger ich drüber nachdachte. Ich hatte das Gefühl, keine Zeit zu haben, die Menschen sollten das unbedingt jetzt sofort wissen!“

Also ließ ich mein Pferd satteln und aus der Stadt hinausführen. Da ich beobachtet wurde, wusste ich, würde man mich nicht aus den Augen lassen. ich musste also versuchen, heimlich zu flüchten. Mit einigem wenigen unauffälligen Gepäck verdrückte ich mich und ritt dann, so schnell das Pferd konnte, weg. Ich hatte kein bestimmtes Ziel, ich wollte unterwegs in den Pausen die Wahrheit aufschreiben, um sie dann vielleicht irgendeinem unauffälligen Mann zum Abschreiben zu geben, der den Text dann weiterverbreiten sollte. So simpel und unüberlegt war mein Plan.

Selbstverständlich merkte man sofort mein Verschwinden, ich wurde verfolgt. Nur wenige Tage später überfielen sie mich, als ich am Lagerfeuer hinter einer Felswand meine Aufzeichnungen fortsetzte. Die Meute brach über mir herein wie ein Schwarm Heuschrecken.

Ich wurde von einer Lanze durchbohrt. Sie steckte in meiner Brust fest. Seltsamerweise tat es nicht mal weh. Ich ging zu Boden. Unter Geschrei hatten sie meine Blätter entdeckt, entfachten das Feuer, dass die Flammen hochschlugen und schleppten mich dann dort hin. Dann rissen sie meine Augenlider auf, ich sollte zusehen, wie sie unter Triumpfgeschrei meine Wahrheit verbrannten. Unter ihrem Hohnlachen spürte ich nach innen, merkte, wie langsam aber sicher meine Lunge sich mit Blut füllte. Wenige Minuten später verließ ich meinen Körper.

Eine andere Erinnerung ist, dass ich auf einem Scheiterhaufen stand, dem ersten in einer langen Reihe. Sie hatten uns, die Katharer des Dorfes, wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht und verbrannten uns. Ich sehe mich einen Arm aus der Fessel ziehen, ihn erheben und höre mich schreien: „Ich komme wieder!“ (Voilá, hier bin ich!)

Es gab wohl noch eine oder zwei derartige Geschichten, die ich im Moment nicht mehr erinnere. Die mit der Lanze war die deutlichste Erinnerung. Es ging jeweils darum, den Menschen die Wahrheit zu bringen, die Verzerrungen der Bibel aufzulösen, um all die Angst der Menschen zu reduzieren. Nein, es ging mir nicht so sehr um die Menschen an sich, nicht um ihre Ängste, sondern um die schreiende Ungerechtigkeit, dass einige Wenige sich an der Angst der Menschen vor einem strafenden Gott und der Wegnahme des ewigen Lebens zu bereichern trachteten. Sie, sie Kleriker in den hohen Rängen, sie wissen, was wahr ist. Und sie tun alles, um diese Wahrheit zu unterdrücken. Es gibt ihnen ein starkes Überlegenheitsgefühl, eine Macht, sie manipulieren mit Freude die Massen. Es war damals nicht anders als heute. Nur damals war die Zeit noch nicht reif für Veränderungen. Sie ist es jetzt.

Ich musste meine Mission um rund 1000 Jahre verschieben. Nachdem ich mehrmals umgebracht worden war, schien es wirklich sinnlos zu sein. Also wartete ich – bis heute. Und auch heute noch spüre ich latente Ängste, wenn ich meine Wahrheit so offen kundtue. Heute wird mich keiner mehr erdolchen oder verbrennen, doch Aspekte von mir haben es erlebt. Ich spüre sie … Und trotzdem: Jetzt ist die Zeit reif!

 

Die Heimat der Seelenwesen

Adamus St. Germain sagte mal, dass alle den Weg über die Erde nehmen müssten. Alle? Wer sind „alle“?

Und dann die Sternensaat … Wir kommen aus weit entfernten Gegenden der Existenz. Unsere Heimat ist nicht die Erde. Was bedeutet das nun wieder? Wieso gibt es Wesen, die hier in den irdischen Ebenen beheimatet sind, und warum sind es andere nicht? Was unterscheidet uns?

Ich habe Adamus gefragt. Die einfache und klare Antwort war: „Die Frequenz.“ Uns unterscheidet die energetische Frequenz, mit der unser Lichtkörper schwingt. Und aufgrund dieser Frequenz gehen wir mit den Schwingungen anderer Wesen in Resonanz. Und da ist dann unsere Heimat.

Wir haben alle sehr verschiedene Erfahrungen gemacht. Das Bündel unserer Erfahrungen spiegelt sich in der energetischen Frequenz wider. Wir alle können natürlich unsere Schwingung anheben oder absenken, je nach Belieben. Solange wir im Körper sind, ist das ein etwas heikles Thema, denn eine zu schnelle Anhebung lässt den Körper buchstäblich verglühen, eine langsame dauert halt …

Aber auf den höheren Ebenen … und damit sind immer nur die energetischen Frequenzen gemeint. Man denke z. B. an das Oszilloskop, ein elektronisches Messgerät, das eine elektrische Spannung in deren zeitlichem Verlauf sichtbar macht. Je kürzer die Zeitspanne, desto schneller die Schwingung und „höher“ die Amplitude. Von daher kommt das „hoch“ schwingen. Es bedeutet auch „verfeinerte Energie“.

Also noch mal: Auf den höheren Ebenen dauert die Veränderung der Frequenz nicht, weil es die Zeit an sich gar nicht gibt. Es ist doch nur eine Wahrnehmungsform, weil unser Gehirn nun mal nur linear arbeitet. Die Wesen fühlen sich aber in der Regel innerhalb einer bestimmten Bandbreite an Frequenzen am wohlsten. Heimat eben … Es ist kein Ort, es ist einfach ein Wohlgefühl.

Wenn Adamus sagt, alle müssten den Weg über die Erde nehmen, dann sind meines Erachtens nicht alle Wesen aller Frequenzen gemeint, sondern jene, deren Heimat hier ist, ob sie nun bereits verkörpert sind oder nicht, ob sie ihren Inkarnationszyklus bereits begonnen haben oder ihn erst auf den neuen Erden starten werden. Wer sich hier zugehörig fühlt, wird den Weg über eine der Erden nehmen müssen. Die anderen Wesen haben anderes zu tun.

Wenn man begreift, dass es Ebenen gibt, in denen jedes Wesen sein ICH-Gefühl verliert, zu einem Wir wird oder gar zu einem ganzen Kollektiv, wird einem der Begriff Einheit schon erklärlicher. Auf den ganz, ganz hohen Ebenen sind wir alle „eins“, verschmelzen im Kollektiv. Und von da aus sind auch die Anfänge der „Aspektologie“ zu sehen. Teile aus dieser Einheit haben Aspekte kreiert, die Aspekte kreiert haben, und die wiederum Aspekte kreiert haben, bis ganz runter auf die untersten Ebenen, hier, dritte Dimension. Irgendwie sind von daher alle, wirklich alle Wesen mit irgendeinem Aspekt irgendwann mit einem Aufstieg beschäftigt. Es bedeutet ja nur, mehr von der Wirklichkeit, die das Bewusstsein erschafft, zu erkennen, die eigenen Illusionen zu durchschauen und hinter das Geheimnis des Seins zu gelangen. Wir wollen den Schlüssel zur Existenz hacken …

Sanat Kumara

Du erschaffst Realität, weil du, das Bewusstsein, etwas wahrnimmst. Ohne Bewusstsein ist nichts da.

Wie verhält sich das dann aber mit der Erde – vor der Besiedelung der Menschheit? Wer hat sie zu der Zeit wahrgenommen?

Zum einen waren wir alle das. Wir haben gemeinschaftlich diesen Klumpen im Weltraum mit Lebensenergie besamt. Das Universum drumherum gehörte ebenfalls zu der Schöpfung dazu, es war für uns ein „Erfahrungsraum in der Dichte der Materie“. Zum anderen war es in einem besonderen Maß Sanat Kumara, der die Erde in seiner Aufmerksamkeit gehalten hat.

Aufmerksamkeit heißt hier: Fokus. Solange er die Erde fokussiert, können alle anderen vorübergehend oder auch dauerhaft vergessen, dass da ein Klumpen Stein in einer Dimension um den glühenden Stern „Sonne“ kreist. Die Erde wird nicht verschwinden, weil er sie „hält“.

Übrigens: Auch die energetisch brodelnde Sonne wurde von uns mit dieser Lebensenergie besamt. Ihr Licht ist auch unser Licht. Wir sind die Schöpfer von allem, es gibt niemand anders als uns. Und damit ist nicht der „kleine Mensch“ gemeint, sondern das schöpferische Seelenwesen, das einen Aspekt von sich selber in einen Menschenkörper gesenkt – oder auch nicht gesenkt – hat.

Sanat ist in dieser Dimension das am höchsten schwingende Wesen. Und er ist es, zu dem die Menschen beten, wenn sie niederknien und Gott anrufen oder Allah oder den Großen Geist, oder wie auch immer man ihn nennen will. Er ist es, der hört, wenn keiner mehr hört. Aber die Kirchen haben so einiges verdreht, er wird dir vielleicht hin und wieder ein Zeichen geben, aber von deinen selbstgewählten Erfahrungen wird er dir in der Regel nichts vorenthalten. Er hört einfach nur zu.

Das am höchsten schwingende Wesen … seine Energien schwingen so hoch, sind so fein, er könnte sich nie verkörpern, sich nie auf diese niedrige Ebene hinunterbegeben, so sagte er mir einmal.

Als ich mich bereitmachte, hier auf der Erde in diese jetzige Existenz zu inkarnieren, hatten wir noch ein Gespräch. Er erinnerte mich daran, dass er in mein Leben kommen würde. Und er war da, hat mir hier und da geholfen, das war verabredet, darum brauchte ich ihn nicht zu bitten. Es gehörte zu meinem Aufstiegsweg. Er hat Schlimmes verhindert, weil es mich behindert hätte. Insofern hat Gott mir tatsächlich geholfen. Das sind allerdings Ausnahmen. Und es war vorrangig sogar in seinem eigenen Interesse, dass ich aufsteigen kann, denn es war in erster Linie sein Plan für die Erde.

Als ich so ungefähr drei oder vier Jahre alt war, tauchte er das erste Mal auf. Ich konnte ihn sehen, wie er in unserem Zimmer stand, mich anlächelte, und als meine Mutter ihm nahe kam, da legte er den Finger auf die Lippen und sah mich verschwörerisch an: „Pssst, nichts verraten!“

Meine Mutter blieb plötzlich stehen, atmete schwer und griff sich ans Herz: „Ich weiß gar nicht, warum mein Herz auf einmal so rast!“, meinte sie. Sanat und ich lächelten uns an.

Er kam öfters. Ich freute mich immer sehr, weil ich wusste, ich liebte ihn wie keinen zweiten. Ich hatte keinen Namen für ihn, aber das war auch nicht nötig.

Einmal wollte er mir zeigen, dass er sofort da ist, sobald ich nach ihm rufe. Dazu verschwand er vor meinen Augen, Und wenn ich dann in Gedanken nach ihm rief – einfach die Intention hatte, er solle auftauchen, dann war er plötzlich wieder da, als wenn einer das Licht anknipst. Ich wurde ganz verlegen, weil … was sollte ich denn jetzt tun? Er war da, fertig. Ich griff also nach seiner Hand und spielte damit herum. Dann begann ich, an ihm hochzuklettern, was ihm unbehaglich war. Plötzlich löste sich mein Erwachsenen-Aspekt heraus und sprach mit ihm, dass wir dieses Spiel beenden können, da ich das ja jetzt begriffen hätte.

Ein anderes Mal – ich hatte meine Mutter dazu gebracht, aus der Bibel vorzulesen … (die sie sich erst von ihrer Mutter borgen musste, weil wir keine hatten. Aber ich wollte wissen, was in diesem dubiosen Buch denn nur geschrieben stand, da meine Oma es ständig zitierte.) Und nachdem ich also von Gott gehört hatte, auch Erzengel Michael war mir sehr, sehr vertraut (logisch, er hat uns Shaumbra vor dieser Inkarnation unterrichtet), wollte ich jetzt von Sanat wissen, der für mich unausgesprochen dieser Gott war, wie andere Menschen ihn denn sehen würden, Mir erschien er als weißhäutiger Mann mit schwarzen Haaren und dunkel-glühenden wunderschönen Augen. Gutaussehend, würde man ihn wohl nennen, sehr gutaussehend! Er hatte ein sehr ebenmäßiges Gesicht, männlich, aber auch weich, es war die weibliche Seite in ihm, die in diesem Ebenmaß angemessen vertreten war.

Aber wie erschien dieser Gott beispielsweise einem Schwarzen? Und er zeigte es mir. Sein Gesicht verwandelte sich vor meinen Augen, ohne dass der charakteristische Ausdruck auch nur einen Augenblick verschwand, wie er mit brauner Haut und krausen Haaren aussah, oder wikingerblond (dänisch), wie als Chinese oder Indianer, wie als Inuit, Mongole, Polinesier, Ägypter oder was auch immer man sich vorstellen möchte. Sein Ausdruck blieb derselbe, er lächelte mich liebevoll an, während er alle Rassenmerkmale durchspielte.

Ich weiß nicht, warum man ihn als Aufgestiegenen Meister bezeichnet. Er ist ein Aspekt von Vivamus, der auf viel höheren Ebenen agiert. Meines Wissens hat er nie so etwas wie einen Aufstieg in höhere Dimensionen, wie wir ihn jetzt und hier verstehen, mitgemacht, weil er noch nie so weit unten im Vergessen war. Vivamus hat einen Aspekt von sich in die untere Dimension abgesenkt, nämlich Sanat Kumara, der sich aber auch nicht bis ganz hier herunter in die Körperlichkeit begeben kann. Diese Ebene hier ist die am niedrigsten schwingende Ebene überhaupt, die existiert. Und nur hier kann man so völlig vergessen, wer man ist. Da war Vivamus nie.

Und wir heben diese unterste Ebene ja jetzt an. Allerdings ist dieser Vivamus-Aspekt uns immer noch haushoch überlegen, was die Schwingung angeht. Er kann nie das erleben, was wir hier machen, den Aufstieg aus der Dichte. Möglicherweise findet Ähnliches in den hohen und höchsten Dimensionen statt, ich glaube aber nicht. Seth hätte es mich damals wissen lassen. Ich weiß nur, Vivamus, der uns bzw. der Erde seit dem Quantensprung beisteht, hat seine Energien sehr weit absenken müssen, um sich hier in unserer Nähe aufhalten zu können. Und er wird es noch für die nächsten rund 200  Jahre tun, so sagte er mir, denn solange wird die Transformation der Erde voraussichtlich dauern.

Ich hatte mir mal gewünscht, so hoch schwingen zu können wie Sanat, ich wollte so feine Energien haben, so seidenweiche, sanfte, so wunder-wunderschöne Energien. Und er sagte: „Das ist möglich.“

Zu dicht

Manch einen Morgen stehe ich auf, sehe aus dem Fenster, es ist niemand zu sehen. Ich wohne in einer Gasse, da kommt ohnehin kaum ein Fremder vorbei. Aber ich fühle mich irgendwie … schwer zu erklären … es sind zu viele Energien der Menschen um mich herum zu spüren.

Dann nehme ich meinen Kaffee und setze mich an den Computer, öffne den Browser, und schon spüre ich eine Wand. Und gar in den „sozialen Netzwerken“ … mir wird übel. Es fühlt sich nach Hexenkessel an. Zu viel für mich am frühen Morgen.

Ich bin beim Aufstehen offen, ungeschützt. Ich habe noch meine Freunde und Geliebten im weit offenen Herzen. Die Energien der Menschen um mich herum sind schwer, sie tun mir weh.

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Ich flüchte in den Wald. Besser, nur zu laut. Rechts eine Autobahn, links eine und der Flughafen, der doch bis vor kurzem gar nicht zu hören war – jetzt dröhnt er völlig übertrieben. Wie kann das nur sein? Das alles ist eine arge Belästigung. Dieses ganze Land scheint zu eng für mich.