Hass

Hass ist die Kehrseite der Liebe. Man hasst nur, wenn man eigentlich erwartet, geliebt zu werden, und diese Haltung bitter enttäuscht wird. Man erwartet es, selbst wenn einem nicht bewusst ist, dass es so ist. Beispielsweise hat man eine „böse“ Schwiegermutter, die man „einfach unmöglich“ findet. „Von der will ich doch nicht geliebt werden, ja spinnst du denn?“, magst du fragen. Deine eigene Mutter hat dich schon nicht geliebt, warum solltest du das von „dieser Frau“ erwarten?

Verlass dich drauf, deine Aspekte erwarten es. Und andere Anteile wiederum erwarten es bestimmt nicht. Aber dann übertreibt deine Schwiegermutter, und es bricht offen Hass aus. Das ist eigentlich die Bestätigung, du willst geliebt werden – und sie tuts einfach nicht!

Dieser Hass bleibt bestehen, auch wenn die andere Person schon lange tot ist. Sie vergiftet das Leben der hassenden Person. Es hat alles immer nur mit einem selber zu tun. Und von daher ist ganz klar daraus abzuleiten, dass der Mensch sich selber auch nicht liebt, die eigene Mutter ihn nicht geliebt hat (das erwähnte ich bereits), und mit sehr großer Sicherheit auch der Vater nicht lieben kann, im Gegenteil, es muss davon ausgegangen werden, dass eine ganz große Portion Selbsthass bei jedem einzelnen vorhanden ist.

Und jetzt kommen wir zu der schönen Seite. Es hilft ungemein, den Hass aufzulösen. Der erste Schritt ist Verständnis. Man wälze die böse Schwiegermutter und das, was man aus ihrem Leben weiß, so lange im Kopf und im Gefühl, bis man den Durchbruch erlebt: „Ich hätte nicht anders handeln können, wenn ich ihre Erfahrungen hätte machen müssen!“

Das hat nichts mit Schwiegermama zu tun, aber sehr viel mit ihrem Gegenüber, also der hassenden Person. Es ist der erste Schritt zum Verständnis, wo der eigene Selbsthass seinen Ursprung hat. Und dann sehe man sich die eigenen Eltern und Großeltern an. Sie waren auch hassende Menschen, wenn auch ganz bestimmt nur unbewusst mit sehr, sehr viel verdrängten anderen Gefühlen. Sie konnten ihr Leben nicht anders leben, sie hatten keinen Zugriff auf das, was unbewusst war. Es gab unser heute mögliches Bewusstsein noch gar nicht. Und so sind sie alle Opfer von Opfern gewesen.

Hat einer das durchlebt, löst sich das Hassgefühl auf. Und das bereitet den Boden für die Liebe zu sich selber. Zuerst ich, dann die anderen! Das ist nicht Egoismus, das ist gelebte Selbstliebe!

Indem einer den Hass auflöst, befreit er seine ganze Familienlinie davon. Es ist so, dass sich im selben Augenblick aller Hass in irgendeiner alten Geschichte löst, er ist einfach nicht mehr vorhanden, weil er jetzt und hier dieses Gefühl transformieren konnte. Alle Aspekte, also all jene, die du mal in anderen Inkarnationen dargestellt hast, verändern sich mit. Von daher verändert sich auch das, was „damals“ geschah.

Die Vergangenheit ist nicht das, was der Mensch davon glaubt. Sie ist lebendig, verändert sich ständig, weil alles, was du heute fühlst, in alle Universen ausstrahlt und alles verändert. Die Vergangenheit ist eine Geschichte, die ständig neu erzählt werden kann. Aber sie ist nur eine Geschichte … DU LEBST HIER UND JETZT.

Werbeanzeigen

Eine Antwort auf „Hass

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s