Sterngeborene

Bei diesem Begriff handelt es sich um etwas, was oft missverstanden wird. Ich will jetzt nicht weiter drauf eingehen, sondern nur …

Ich bin ein „Sterngeborener“. Die Menschheit rief uns, als mit Beginn der Industriellen Revolution sich eine Krise am Horizont abzuzeichnen begann. Sie war sich ihres Rufes nicht bewusst.

Ich kam mit einer Gruppe anderer Seelenwesen hierher. „Und klar, ich gehe runter, werde Mensch – und dann verändern wir den Schuppen hier“, so dachte ich. Ein/zwei Lebenszeiten, das sollte wohl genügen. Doch Sanat Kumara, unter dessen Ägide ich kam, meinte zu mir: „Nein, nein … das GANZE!“ Ich hatte den ganzen irdischen Inkarnationszyklus zu absolvieren. „Oh man!“

Du kannst ein System nur verändern, indem du dich hineinbegibst. Von außen geht so etwas nicht, du würdest die Balance verlieren oder die Energien könnten dich buchstäblich zerreißen. Also rein da!

Inkarniert bin ich – zeitlich gesehen – die ersten Male in Lemurien. Ich kann auf der Zeitschiene einsteigen, wo ich es für richtig halte, da es diesen linearen Ablauf auf anderen Ebenen nicht gibt. Später, als Atlanter, haben wir dann den menschlichen Körper modifiziert, in Größe und Form angepasst, weil die Seelenwesen sich vorher in die „unmöglichsten“ Formen hineinbegeben hatten, was einer körperlichen Fortpflanzung im Wege stand.

Es gab z. B. welche, die sich einen kleinen zarten insektenartigen Körper kreierten, andere waren Riesen. Hier ist auch die Wurzel des Märchens „der kleine Däumling“ zu sehen, ebenso wie in allen anderen Märchen, in denen Riesen vorkommen. Es gab die unterschiedlichsten Körper, deshalb wollten wir so etwas wie einen Standard entwickeln. Wir planten, wirklich ganz ins Vergessen zu gehen. Das ist nur dann gegeben, wenn das Seelenwesen in einem kleinen Körper inkarniert, der durch einen Geburtsprozess gegangen ist. Die Modifikation sollte eine körperliche Vereinigung ermöglichen, um diese kleinen Körper zu zeugen.

Die Geschichte von Adam und Eva hat auch hier ihren Ursprung, denn die Blaupause für das „Modell Mensch“ wurde Adam Kadmon genannt. Erst nachdem das kreiert war, wurden die Geschlechtsmerkmale entwickelt, die zusammenpassen mussten. Zu Beginn waren sie noch in der Bauchgegend angesiedelt, sie rutschten erst später weiter nach unten.

Und so wurde dann auch die Geschichte von Eva entwickelt, die angeblich aus der Rippe von Adam entstand. Falsch. Sie haben beide denselben Ursprung, nämlich den Menschenkörper, eben jenem „Adam Kadmon“. Es ist einfach eine Blaupause. Adam ist nicht unbedingt ein männlicher Name, das kam erst mit der „Zeit“. Vorher war es nur eine Bezeichnung für diese spezielle Vorlage. (Man hätte sie auch einfach Blaupause nennen können, aber dabei wäre wohl kein Kleriker je auf die Idee gekommen, seine Nachkommen jetzt Blaupause zu rufen…)

Fest steht, beide Geschlechter stammen aus der ursprünglich ungeschlechtlichen Vorlage und wurden miteinander geschaffen, um zusammenzupassen. Eva ist nichts anderes als Adam Kadmon.

Atlantis soll in der Gegend vor der Karibik gelegen haben, ein riesiges Gebiet. Der Kontinent bestand ca. 350.000 Jahre, bevor er unterging. Wo ich jetzt Lemurien ansiedeln soll, kann ich nicht genau sagen. Ich habe eine Vorstellung davon (und einige kurze Erinnerungsbrocken), kann sie aber nicht auf unsere heutige Weltkarte übertragen. Vielleicht kommt das noch, mal sehen …

Ich habe also von Beginn der menschlichen Besiedelung der Erde an ein Leben nach dem anderen gelebt. Insgesamt mehr als 1700 mal kam ich her und machte alle Erfahrungen, die du dir nur vorstellen kannst – und auch etliche, die du dir bestimmt nicht vorzustellen in der Lage bist. Ich mag nicht mehr darüber reden, es war meistens zu gruselig oder brutal oder beides. Aber oft gab es auch einfach wunderschöne Lebzeiten. Ich habe viele Erinnerungen an etliche Inkarnationen, hab auf jedem Kontinent und in jedem Land gelebt und einfach alles erfahren, was man in einem Körper nur erfahren kann. Ich habe mich also vollständig in das System hineinbegeben, um es – mit allen anderen, die daran wirken – von innen heraus verändern zu können.

Ich bin nicht allein, ganz sicher nicht, ein gewisser (relativ kleiner) Prozentsatz der insgesamt auf der Erde lebenden Menschen reicht aber aus, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken. Diesen Quantensprung haben wir bereits 2007 erleben und feiern können.

Quantensprung bedeutet, dass die Veränderungen anlaufen und nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Und deshalb möchte ich jedem anraten aufzuwachen und mitzuhelfen. Lieber Mensch, es ist für dich und für deine eigenen nächsten Inkarnationen und die deiner Nachkommen, für die du mitmachen solltest. Mitmachen heißt zu erwachen und zu begreifen, dass du selber der Schöpfer deines Lebens und deiner Umwelt bist. Es ist ein Prozess, in den du dich hineinbegibst, und in dessen Verlauf du dich erinnern wirst, wer und was du bist, und wie du die Dinge verändern kannst, damit all das Leid und die Not auf Erden ein Ende haben.

Ich inspiriere dich nur, ich entfalte mich und wachse langsam aus diesem Menschsein hinaus. Ich zeige dir anhand meines eigenen Beispiels, wie es geht und vor allem: DASS ES MÖGLICH IST …

Und dann gehe ich weiter.

Ich habe diesen Prozess schon oft gemacht. Wir haben schon viele Welten verändert, indem wir uns in deren Systeme hineinbegeben und sie von innen verändert haben. Und auch, wenn ich im Menschsein alles vergessen hatte, und ich es „wie neu“ erfahre, weiß ich doch tief innerlich, wie es geht, dass es geht, und dass wir wirklich und tatsächlich JETZT die neue Erde kreieren. Dafür sind wir Sterngeborene hergekommen aus irgendwelchen weit entfernten Winkeln der Existenz, die Erde ist nicht unsere ursprüngliche Heimat. Und wir gehen und kreieren neue Universen, wenn uns danach ist. Du aber bleibst vielleicht noch lange hier. Übernimm deinen Teil der Verantwortung für diesen Planeten, es ist DEINE Heimat!

 

 

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OPEN AGAIN

Die scheinbar tief schlafenden, doch keineswegs unintelligenten Menschen sehen durchaus, was in dieser Welt abläuft. Sie können es nur nicht ertragen, weil sie sich hilflos fühlen und ohnmächtig angesichts der Missstände. Und will man ihnen den Weg zeigen, glauben sie nicht, dass es „das“ ist. Sie suchen nach etwas, das möglichst jemand anders bewerkstelligen soll, eine Partei, ein politisches System oder so etwas. Es soll nur schneller wirken und leichter sein, als der Weg, den z. B. ich aufzeige, doch das gibt es gar nicht. Und das lässt sie resignieren. Tür zu, Schild rausgehängt: CLOSED.

Wie geht es denn raus aus den Missständen? Wo geht es lang?

Es beginnt bei dir.

Du bist Bewusstsein. Realität ist Bewusstsein in der Wahrnehmung (wir sprachen schon darüber). Du erschaffst also die Realität, weil du, das Bewusstsein, etwas wahrnimmst. Ohne Bewusstsein ist nichts da.

Das glaubst du nicht? Dann sieh mal genau hin. Meine Behauptung ist: Grönland gibt es gar nicht. Und schon widerlegst du es mir, denn du WEISST ja, dass es da ist. Du hast es auf der Karte gesehen oder auf google maps oder in einem Video … Es ist da, wenn du deine Aufmerksamkeit darauf lenkst. Bist du mit anderen Dingen beschäftigt, existiert es für dich nicht. Und wenn niemand je seine Aufmerksamkeit darauf richten würde, wäre Grönland verschwunden. Es existiert nur, WEIL irgendwer daran glaubt.

Bei diesem Beispiel hängt das Ergebnis von vielen Menschen ab. Aber nimm mal etwas, was nur für dich Bedeutung hat, z. B. die neue Tasse in deinem Schrank, ein Geschenk deines Freundes. Wenn du jetzt einen Film ansiehst, dann existiert die Tasse nicht mehr. Du hast deinen Fokus davon weggenommen. Dein Verstand wird dir jetzt erzählen, dass die Tasse dennoch die ganze Zeit da war, egal, was du denkst. Doch ist das wirklich so?

Ganz nebenbei bemerkt: Der Verstand ist ein Aspekt von dir, er denkt und bezweifelt gleichzeitig, was andere Teile von dir denken mögen oder auch, was er selber denkt. Ein Verstand ist so angelegt, er kann gar nicht anders. Aber du, wenn du erst Meister bist, kannst es.

Wenn dein Werkzeug dir etwas über eine Realität erzählt, glaubst du üblicherweise daran. Und genau das erschafft diese Realität erst. Willst du jetzt etwas anderes glauben als bisher, wird der Verstand genauso kraftvoll Widerstand leisten. Und je stärker er dich bisher im Griff hatte, desto stärker wird er auch widerstehen. Er versucht, dich vor etwas zu beschützen, was seiner Meinung nach falsch ist.

Um etwas zu verändern, musst du deinem Verstand weder vertrauen noch misstrauen. Du kannst darüber hinausgehen und etwas anderes für wahr halten, sobald du dich diesem starken Griff entzogen hast. Was du für wahr hältst, erschafft diese Wahrheit.

Um Missstände zu verändern, kannst du dir eine solche Welt erschaffen, die du gern haben möchtest. Und du kannst dich der Gruppe Weltverbesserer anschließen, die bereits daran arbeitet. Du musst nirgendwo hingehen, du brauchst keinen Obulus abgeben, um daran teilhaben zu können, du musst auch keinen anderen „Mitarbeiter“ kennen, jeder arbeitet für sich und an sich selber, um das Ganze in die „Form“ zu bringen, die wir uns für die Menschheit wünschen.

Das einzige, was du tun musst, ist aufzuwachen aus deinem Traum, ein hilfloser und ohnmächtiger Mensch zu sein, der keine Macht (Kraft) hat. Kein politisches System, keine Wahl, kein Krieg oder sonstiger Kampf hilft dir dabei. Sie alle drehen sich im selben Kreis, seit Jahrtausenden schon, seit Beginn dieser Erde! Und wo hat es uns hingebracht?

Der Weg da raus beginnt bei dir und endet auch bei dir. Du bist Bewusstsein, aber du schläfst noch tief. Wach auf!

Beginne hier zu lesen: die Shouds des Crimson Circle, es gibt kein besseres Material als das, was schon Tausende Menschen erfahren haben, die den Planeten jetzt bereits verändern!

Ein paar Definitionen

Spiritualität

die Suche nach der Seele

Religion

die Ablenkung von der Suche nach der Seele

Bewusstsein

die wiedergefundene Seele

Aufstieg

der Weg, sich wieder zu erinnern, wer man wirklich ist, und warum man auf diese Erde kam

Erwachen

die Erfahrung im eigenen Körper und eigenen Gewahrsein, selber die gesuchte Seele (Essenz oder ICH BIN) zu sein, und alles im scheinbaren Außen selber erschaffen zu haben, indem man beliebige Vorstellungen für wahr gehalten und geglaubt hat

Glauben

der persönliche Schöpfungsakt in dieser Realität und jeder anderen

 

Sich ausweiten

Du bist nicht Mensch, du bist Bewusstsein – in einem menschlichen Körper. Du bist ewig. Und du kannst alles wahrnehmen, alles, nicht nur eine menschlich-begrenzte Sicht auf die Dinge haben, sondern das Bewusstsein, das du bist, ausweiten auf alle anderen Ebenen und in alle Zeiten hinein, in die Vergangenheit, in die Zukunft, überall hin.

Um das zu verdeutlichen, stelle dir eine Glasröhre vor. In der Röhre befinden sich lauter Erbsen, eine nach der anderen. Du, das Bewusstsein, fokussierst dich auf eine Erbse, dann auf die nächste, auf die übernächste und so fort. Das nennt man Ablauf von Zeit. Es ist die Wahrnehmung eines relativ engen Fokus in einer linearen Abfolge. Nur so kann der menschliche Verstand die Dinge aufnehmen und verarbeiten.

Du BIST aber nicht der menschliche Verstand, den HAST du nur. Er ist ein Werkzeug. Ein Werkzeug sollte dich nicht begrenzen, sondern dir dienen, oder du legst es beiseite. Über den Verstand kannst du hinausgehen.

Stelle dir vor, dass du in der Verbindung mit deiner Essenz dich ausweitest über die augenblicklich fokussierte Erbse hinaus und zurück zur ersten Erbse und weiter zurück auf der gedachten Linie der Röhre und nach oben und unten. Denke dir, dass dieses Ausweiten kugelförmig geschieht, die Kugel wird immer größer und umfasst alles, was sich im Innenraum befindet.

Wenn dir das zu abstrakt ist, dann probiere es doch einmal ganz konkret. Dann wird dir vielleicht aufgehen, was gemeint ist, und du erfährst es gleichzeitig selber. Nichts geht über die eigene direkte Erfahrung!

Beginnen wir: Du sitzt vielleicht gerade auf einem Stuhl. Schließe die Augen und fühle dein Herz klopfen. Dann gehst du zu deinem Magen hinunter, allerdings ohne deine Aufmerksamkeit vom Herzen wegzunehmen. Fühle beides gleichzeitig. Weite den Fokus vom Herzen ausgehend nach oben und unten gleichmäßig aus. Versuche, so vielen Körperteile wie möglich gleichzeitig wahrzunehmen. Und wenn du alles vom Kopf bis zur Sohle fühlen kannst, beginne auch den Stuhl unter dir zu fühlen und die Zimmerdecke über dir. Das sollte dir eine Vorstellung davon geben, wie man sich ausweiten kann.

Und wenn es dir gelingt, es ohne den Körper zu tun, nur das Bewusstsein – von deinem ICH BIN ausgehend – auch in andere Dimensionen auszuweiten, dahin, wo du nicht mehr über die körperlichen Sinne Realität empfängst, dann kannst du alles wahrnehmen und jede Information abrufen, die dich interessiert, unabhängig von Zeit und Raum. Es kommt zu dir, und du weißt gar nicht wie. Und auch das ist ein Gefühl, diese Wahrnehmung mit dem Bewusstseinskörper …

Erkennst du den Segen darin?

Nimm an, du hast einen Euro und willst ihn teilen. Du trennst die Vorderseite von der Rückseite. Wenn du jetzt die Hälfte mit der Zahl auf den Tisch legst, erkennt man nicht gleich, dass es sich eigentlich nur um die halbe Münze handelt. Willst du damit einkaufen gehen, wird dir der Händler das Ding vor die Füße schmeißen, weil er zu Recht Betrug vermuten wird. Das Geteilte ist nicht die Hälfte wert, sondern gar nichts.

Wen betrügst du in Wirklichkeit, wenn du die Dinge auseinandernimmst und eine Hälfte davon verschwinden lässt?

Diese Analogie kann man auch auf anderes übertragen. Nimm als Beispiel Hass. Kein angenehmes Thema, ist es doch negative Energie, und wir wollen doch so gern positiv sein. Also sehen wir uns zu gern nur als liebevolle Wesen. Mit Hass haben wir nichts zu tun.

Wenn du nur kurz in deinem Inneren forschst, ob du da Hass findest – du wirst es nicht finden. Es ist verborgen, du hast solche Gefühle, die du als negativ einstufst, ins Unbewusste verdrängt. Aber wenn du weiter suchst, wenn du dir deine Familie ansiehst, vor allem die ungeliebten Personen, dann wirst du Hinweise finden können. Sie gehören nicht zufällig zu deiner Familie.

Ich meine nicht nur Hass in diesem Beispiel, es gibt so viel, was die Menschen verdrängen. Sieh dir einfach deine angenehmen Seiten an und suche nach dem anderen Teil, der fehlt. Es gibt IMMER auch die andere Seite. Solange du sie nicht findest, ist sie verdrängt und wirkt. Hast du sie ausgemacht, angesehen, aufgelöst, erst dann hast du die Wahl, dich wirklich für die positive Seite zu entscheiden, also der liebende Mensch zu sein, der du gerne wärst.

Solange du nur die eine Hälfte der Münze verwenden willst, ist sie gar nichts wert. Du liebst nicht wirklich, du tust nur so. Und das ist rosa Soße, die du über alles kleckerst, und die alles zudeckt. Aber Aufräumen geht anders.

Kannst du die unangenehmen Emotionen auflösen, dann hast du das sicherlich zuerst einmal für dich selber getan. Aber darüber hinaus hat es einen ganz großen Einfluss auf deine gesamte Familienlinie bis zu den Anfängen in die fernste Vergangenheit zurück.

Du veränderst mit jedem einzelnen aufgelösten Gefühlsknoten die ganze Welt, denn in Wirklichkeit gibt es keine Vergangenheit, keine Zeit. Alles ist gleichzeitig, das heißt, auch deine Vorfahren und du selber (das, was du heute Aspekte nennst) in so genannten vergangenen Inkarnationen sind davon betroffen, was du jetzt erlebst und fühlst. Es liegt bei dir, alles radikal zu verändern hin zur wahren Liebe – ohne Rückseite. Denn die Rückseite gibt es nur in der Dualität, in der wir alles zerteilt hatten. Füge das wieder zusammen, indem du es erkennst, anerkennst und in Liebe umarmst, dann bist du in der neuen Energie. Erkennst du den Segen darin?

 

 

Hass

Hass ist die Kehrseite der Liebe. Man hasst nur, wenn man eigentlich erwartet, geliebt zu werden, und diese Haltung bitter enttäuscht wird. Man erwartet es, selbst wenn einem nicht bewusst ist, dass es so ist. Beispielsweise hat man eine „böse“ Schwiegermutter, die man „einfach unmöglich“ findet. „Von der will ich doch nicht geliebt werden, ja spinnst du denn?“, magst du fragen. Deine eigene Mutter hat dich schon nicht geliebt, warum solltest du das von „dieser Frau“ erwarten?

Verlass dich drauf, deine Aspekte erwarten es. Und andere Anteile wiederum erwarten es bestimmt nicht. Aber dann übertreibt deine Schwiegermutter, und es bricht offen Hass aus. Das ist eigentlich die Bestätigung, du willst geliebt werden – und sie tuts einfach nicht!

Dieser Hass bleibt bestehen, auch wenn die andere Person schon lange tot ist. Sie vergiftet das Leben der hassenden Person. Es hat alles immer nur mit einem selber zu tun. Und von daher ist ganz klar daraus abzuleiten, dass der Mensch sich selber auch nicht liebt, die eigene Mutter ihn nicht geliebt hat (das erwähnte ich bereits), und mit sehr großer Sicherheit auch der Vater nicht lieben kann, im Gegenteil, es muss davon ausgegangen werden, dass eine ganz große Portion Selbsthass bei jedem einzelnen vorhanden ist.

Und jetzt kommen wir zu der schönen Seite. Es hilft ungemein, den Hass aufzulösen. Der erste Schritt ist Verständnis. Man wälze die böse Schwiegermutter und das, was man aus ihrem Leben weiß, so lange im Kopf und im Gefühl, bis man den Durchbruch erlebt: „Ich hätte nicht anders handeln können, wenn ich ihre Erfahrungen hätte machen müssen!“

Das hat nichts mit Schwiegermama zu tun, aber sehr viel mit ihrem Gegenüber, also der hassenden Person. Es ist der erste Schritt zum Verständnis, wo der eigene Selbsthass seinen Ursprung hat. Und dann sehe man sich die eigenen Eltern und Großeltern an. Sie waren auch hassende Menschen, wenn auch ganz bestimmt nur unbewusst mit sehr, sehr viel verdrängten anderen Gefühlen. Sie konnten ihr Leben nicht anders leben, sie hatten keinen Zugriff auf das, was unbewusst war. Es gab unser heute mögliches Bewusstsein noch gar nicht. Und so sind sie alle Opfer von Opfern gewesen.

Hat einer das durchlebt, löst sich das Hassgefühl auf. Und das bereitet den Boden für die Liebe zu sich selber. Zuerst ich, dann die anderen! Das ist nicht Egoismus, das ist gelebte Selbstliebe!

Indem einer den Hass auflöst, befreit er seine ganze Familienlinie davon. Es ist so, dass sich im selben Augenblick aller Hass in irgendeiner alten Geschichte löst, er ist einfach nicht mehr vorhanden, weil er jetzt und hier dieses Gefühl transformieren konnte. Alle Aspekte, also all jene, die du mal in anderen Inkarnationen dargestellt hast, verändern sich mit. Von daher verändert sich auch das, was „damals“ geschah.

Die Vergangenheit ist nicht das, was der Mensch davon glaubt. Sie ist lebendig, verändert sich ständig, weil alles, was du heute fühlst, in alle Universen ausstrahlt und alles verändert. Die Vergangenheit ist eine Geschichte, die ständig neu erzählt werden kann. Aber sie ist nur eine Geschichte … DU LEBST HIER UND JETZT.

Durchbruch in die Freiheit

Ich hatte letzte Nacht einen Traum, in dem eine frühere Kollegin etwas sagte, was ich nur sinngemäß wiedergeben kann, nämlich, dass ich mich nicht den äußeren Umständen entsprechend benehmen würde.

Die Kollegin zeichnete sich durch extreme Gefühlsarmut aus, von daher bin ich sicher, sie ist einfach sinnbildlich für meinen Verstandes-Aspekt eingesetzt. Der Verstand kann nämlich nichts fühlen. Er unterliegt der Logik und funktioniert linear. Er ist es, der alles anzweifelt, untersucht und bewertet. Er ist gewissermaßen ein Filter, der das, was das Gefühl nach außen projiziert hat, kommentiert und nach innen rückmeldet. Es ist das Hamsterrad, in dem der Mensch sich dreht.

Der Verstand ist also der Wächter vor (d)einem Glaubensgefängnis. Die kreativen Anteile im Wesen projizieren das, was geglaubt wird, der logische Aspekt meldet es zurück, bestätigt also den Glauben. Dadurch wiederholt sich die Projektion und verstärkt sich noch. Der Mensch ist in diesem Kreislauf gefangen.

Wenn es einem gelingt, das, was man da nach außen projiziert hat und was rückgemeldet wird, nicht mehr anzunehmen, sondern es einfach so stehenzulassen und etwas anderes zu glauben und zu leben, dann ist das ein Durchbruch durch das Diktat des Kopfes. Man geht darüber hinaus und kreiert tatsächlich nur das, was man auch haben will, und nicht mehr das, was man gestern noch geglaubt hatte. Das ist wahre Freiheit!