Channeln

In früheren Zeiten (also neulich noch) geschah es bei einigen wenigen Menschen, dass sie die energetische Konstellation erreichten, die es einem nichtverkörperten Wesen erlaubte, die Dichte dieser Dimension zu durchdringen und sich mit dem Menschen zu verständigen. Wenn der einverstanden war, dann konnte das Geistwesen den Körper des Menschen benutzen, um Botschaften herüber zu bringen. Der Mensch musste beiseite treten und überließ dem anderen seinen Körper. Oft bekam er gar nicht mit, was durch ihn gechannelt wurde.

Wir spüren alle mehr oder weniger das Einströmen Neuer Energie. Die Dichte ist weniger dicht, lässt viel leichter als je zuvor zu, dass wir Kontakt zu nichtverkörperten Wesen aufnehmen können oder ihre Anwesenheit einfach so bemerken. Viele Menschen sind sehr viel offener geworden, fühlen viel sensibler als je zuvor, so dass sie auch mehr wahrzunehmen in der Lage sind.

Und dann gibt es die Bewussten, die die Dualität bereits in sich vereint haben, die keine Angst vor dem Sterben haben, weil sie um den Vorgang der Transformation wissen und ihn verstehen und sich mit ihrer eigenen Seele (ICH BIN oder Essenz genannte) verbunden haben. Sie sehen bildlich gesprochen mit einem Auge in ihr eigenes Innere, mit dem anderen auf die Außenwelt (also die Projektionsfläche). Sie fürchten sich nicht vor Geistwesen, im Gegenteil, es sind ihre Freunde und Geliebte aus anderen Inkarnationen bzw. aus der „Zeit“, lange bevor sie das erste Mal auf der Erde inkarnierten.

Diese Menschen sind heute die Channeler. Sie SIND die Seele, der Körper, der Verstand, die Aspekte, die Chakren und alles, was dazugehört. Sie sind GANZ, mit allen Teilen von sich zu einem einzigen Bewusstseinskörper verschmolzen, dem Körper Gottes … Und mit diesem Bewusstseinskörper ist Wahrnehmung auf jeder Ebene oder Dimension möglich. Es geht weit, weit über die fünf körperlichen Sinne hinaus und wird über den intuitiven Kanal empfangen.

Wenn heute einer channelt, dann macht er das bewusst. Er ist anwesend in seinem Körper und erlaubt keinem Wesen mehr, die Kontrolle zu übernehmen. Ein Channeler ist immer „MItarbeiter“ dessen, was gechannelt wird.

Ich höre gelegentlich, dass beklagt wird, dass zu viel Eigenes vom Channeler in der übermittelten Energie vorhanden sei. Das ist wahr, derjenige, der channelt, kann gar nicht mehr zurücktreten und einem anderen Wesen das Spielfeld überlassen. Die Informationen kommen auch gar nicht mehr direkt vom Geistwesen. Es sind Impulse, die von „oben“ aufgefangen (Wahrnehmung mit dem Bewusstseinskörper) und in menschlich-begrenzte Worte übersetzt werden müssen. Und das ist der Anteil des Channelers.

Es erfordert einiges an Übung, mit dem Bewusstseinskörper zu fühlen, weil man die gewohnten Wege der Wahrnehmung dabei nicht mehr nutzen kann. Es braucht auch eine Menge Vertrauen in sich selber, das, was man aufgefangen hat, für wahr zu nehmen. Meine eigenen Erfahrungen sind so, dass meine Gespräche mit den Essenzen verkörperter sowie nichtverkörperter Freunde so abläuft, dass sie mir immer wieder sagen: Vertrau dir doch, und wenn ich das nicht mit den gleichen Worten wie du ausgedrückt hätte, dann werde es aber so sagen, einfach um dir eine Freude zu machen.

Es kommt ihnen nicht auf die Wortwahl an, sondern darauf, dass der Inhalt, die Essenz dessen, was sie übermitteln wollen, auch rüberkommt. Das gibt dem channelnden Menschen eine gewisse Freiheit, es auf seine persönliche Art und Weise auszudrücken. Und das ist die Mitarbeit beim Channeln: Impulse auffangen, in Sprache bringen und ausdrücken. Aber merke: Man kann nur den Inhalt ausdrücken, den man auch verstanden hat. Komplizierte wesensfremde Inhalte wird man nicht übermitteln können. Und oft genug muss man sich erst ein gewisses Fachwissen aneignen, um die Inspirationen zu erhalten, die nötig sind, um zu verstehen.

Wenn also der Channeler mit drin ist im Channel, dann ist das okay, es geht nicht mehr anders!

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Eine seltsame Liebeserklärung

Dieses Buch zu lesen ist ein Erlebnis, aber so geht es mir immer damit, es hat unheimlich viele tiefe Schichten. Ich schreibe nicht nur, ich erlebe nicht nur eine meiner vergangenen Inkarnationen, ich entfalte mich mit Hilfe des Schreibens – und manchmal auch einfach mit Hilfe des Lesens.

Sie überlegte: „Was ist es nur, was ihn zurückhält? Warum öffnet er sich nicht? Wenn er mich nicht wollte, dann hätte er nicht mit mir zu schlafen brauchen. Ich hab ihn ja schließlich nicht gezwungen …“ Aber sie kam nicht drauf, dass er es nicht konnte, weil er sie liebte.

Ich las, mein Blick blieb an dem „weil er sie liebte“ hängen. Ich las es noch einmal und noch einmal, und ich verstand plötzlich, dass es gar nichts mit mir zu tun hatte, dass Cristos sich nicht öffnen konnte. Er hatte eine Mission, die ihm wichtiger als sein Leben war. Ich war Helfer bei der Sache, einer von ganz vielen … Wenn ihm bewusst geworden wäre, dass er mich liebt, hätte es seinen Seelenplan durchkreuzen können. Es nicht wahrzunehmen war gewissermaßen ein Schutz. Für Liebe blieb einfach kein Raum.

Nachdem Beatriz gestorben war, hatte sie ihm eine üble, tränenreiche Szene gemacht wie nie zuvor und nie danach. Sie fühlte sich schäbig behandelt … erkannte nicht, dass er weder etwas mit ihrem Selbstwertgefühl zu tun hatte noch mit ihrer Erwartungshaltung.

Wir lassen diese alten Geschichten Geschichten sein, wenn wir endlich darüber lachen können. Heute kann ich es.

Aber zurück zu meinem hängengebliebenen Blick. Gestern beim Lesen begriff ich tief innerlich, wieso er sich einfach nicht erlauben konnte, die Liebe zu Bea zu fühlen. Er wollte uns die Neue Welt zeigen, dem hat er sein ganzes Leben gewidmet. Das Unternehmen durfte unter gar keinen Umständen gefährdet werden.

Ich sagte spontan: „Cristos, ich verzeihe dir.“ Und mit Erstaunen nahm ich wahr, dass sich etwas in meinem Herzen fühlbar löste. Es schmolz dahin.

Ich meine, ich hab den Text schon vor mehr als drei Jahren geschrieben. In meinem Kopf war die Sache vollkommen klar. Und sie war dennoch nicht klar. Immer wieder habe ich dem nachgespürt, wie es nur sein kann, dass einer liebt und sein Herz dabei verschließt.

Der energetische Knoten hat sich gelöst. Und das ist Verzeihen, nicht mit dem Mund, nicht im Verstand, sondern nur im Herzen kann es geschehen. Es hat nie etwas mit der anderen Person zu tun, niemals, immer mit einem selber.

Wie sagte Antoine de Saint-Exupéry doch? „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Cristos konnte sich Beatriz gegenüber nicht öffnen, WEIL er sie liebte. Welch eine seltsame Liebeserklärung! 500 Jahre zu spät …

Die innere Verbindung mit sich selber

Seit vorgestern lese ich wieder in meinem Buch, dem unvollendeten. Ich glaube, es ist das hundertsiebenundvierzigste Mal, ich hab nicht wirklich mitgezählt …

Die Hauptperson bin ich in einer früheren Inkarnation. Mein Name war Beatriz. Und die Haupt-Hauptperson heißt Cristos, eine Inkarnation von Zebael (Adamus St. Germain ist eine andere Inkarnation von ihm). Es handelt sich also um eine wahre Geschichte, eine Biographie. Ich habe teilweise eigene Erinnerungen an das Geschehen, zu anderen Teilen habe ich auf einer inneren Ebene ein Hologramm seines Lebens gesehen, vor allem von den Teilen, bei denen Beatriz nicht dabei war, woran ich über die Figur (oder den Aspekt) Beatriz also auch keine Erinnerungen haben kann.

Was ich hier aber erzählen möchte, ist etwas Eigenartiges, was mir bei der Arbeit am Buch aufgefallen war. Es gab da diese Szene, Beatriz hatte Cristos, der eben von einem Besuch bei einem Herzog zurückkam, eingeladen, bei ihr zu wohnen. Er hatte keine Bleibe, und ihr Haus war sehr groß und leer. Da sie sich für die Zeit seiner Abwesenheit um seinen kleinen Sohn gekümmert hatte, ergab es sich, dass er in Begleitung seines Bruders zu ihr kam, um dem Jungen zu sagen, dass er zurück wäre.

Da er nun die Einladung angenommen hatte (etwas Besseres konnte ihm gar nicht passieren), zeigte sie ihm also das Zimmer, dann den angrenzenden Raum, der sich als Kinderzimmer für den Jungen gut eignete, und dann deutete sie auf die andere Tür: „Und dort drüben ist die Badestube.“ Das Haus war von einem Abkömmling des Herrscherhauses erbaut worden, das Schlafzimmer würde man heute „Suite“ nennen.

Bartholomé stand in der Tür, betrachtete die Einrichtung, dann raunte er seinem Bruder zu: „Färbt der Herzog ab?“

Ich in der Form der Beatriz verstand nicht, was er sagte. Aber unterbewusst war mir im selben Augenblick klar: „Ich werde es erfahren, wenn ich darüber schreibe.“ Da das also nicht im Tagesbewusstsein auftauchte, konnte ich es auch nicht reflektieren. Sonst hätte ich mich wohl fragen müssen, wie ich drauf komme, darüber schreiben zu wollen. So etwas war im 15. Jahrhundert für eine Frau einfach nicht denkbar, außerdem fühlte mich viel zu unbedeutend.

An einer anderen Stelle passierte Ähnliches. Ich wurde von unserem Jungen gefragt, ob ich einverstanden wäre, wenn er auch über mich schreiben würde, denn er verfasste gerade eine Biographie über seinen Vater, den Admiral. Und er meinte, ich wäre sehr wichtig für ihn gewesen, von daher müsste ich auch entsprechend gewürdigt werden. Aber ich fand es gar nicht wichtig, dass die Welt etwas über mein Leben erfährt. Ich dachte mir, „irgendwann erzähle ich mal die ganze Geschichte aus meiner Sicht“, denn unser Sohn wusste einiges nicht, über das ich auch nie mit ihm gesprochen hätte.

Beide Begebenheiten waren nicht wirklich bewusst abgelaufen. Ich erkenne sie heute besser als damals, denn mein Bewusstsein hat sich verändert, ist weiter, umfassender geworden. Was ich bedeutsam finde: ICH BIN zeitlos. Wie Adamus sagt: „Alles ist gleichzeitig – und auch wieder nicht.“ Ich bin die Beatriz von damals, und ich bin der Mensch Eva von heute, gleichzeitig, denn Beatriz ist ebenso wie der heutige Mensch jeweils ein Aspekt der Essenz. Sie haben eine innere Verbindung miteinander, sie wissen voneinander, sie fühlen sich gegenseitig. Vielleicht kann man sagen, ich, der heutige Mensch, bin als Potential in der Beatriz vor 500 Jahren, so wie Beatriz in mir heute als ein Aspekt integriert ist. Da das Bewusstsein keine Form oder Masse hat und keiner Zeit unterlegen ist, können sich die Teile miteinander verständigen und sich fühlen. Es dringt üblicherweise nicht ins Tagesbewusstsein der menschlichen Inkarnation, da diese den Vorhang zugezogen und vergessen hat, wer sie ist, und woher sie kommt, ebenso wie sie ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten vergaß. Von daher fühlen sie sich auf der unbewussten Ebene – unbewusst, was den menschlichen Teil betrifft. Alle anderen Teile können alles wahrnehmen, wenn sie wollen.

 

Neue Energie

Die so genannte Neue Energie ist da – definitiv. Sie löst die „alte“ Energie ab, die da Dualität hieß und noch immer wirkt, einfach deshalb, weil Menschen, die nicht so bewusst sind und einfach nicht wissen (das ist ein Unterschied), was die alte, und was die neue Energie sein soll, sie nicht in ihr Leben lassen.

Was wir immer hatten, ist Dualität. Jedes Ding, jede Sache, jede Situation, jede Handlungsweise und jeder Mensch hat immer mehrere Seiten. Es ist Bewertung, was man als gut oder schlecht empfindet oder sich wünscht und haben will oder eben nicht.

Was neu ist: Diese Energie vereinigt alle Seiten in sich. Wer erkannt hat, dass das eine nicht ohne das andere vollständig ist, dass er selber gut und Schlecht ist, Böses getan hat und auch ein irdischer Engel in diversen Inkarnationen gewesen war –  sowie alles dazwischen, der wertet nicht mehr. Er lehnt nichts mehr ab. Stattdessen liebt er, was er geschaffen hat, was in seinem Leben auftaucht. Er liebt sich selbst und alles, was ist.

Dieses Zusammenführen in Liebe erzeugt die Neue Energie.

Es bedeutet, nicht mehr zu kämpfen, nicht zu missionieren, um andere von der eigenen Einstellung zu überzeugen, sondern das Neue einfach zu leben als Beispiel für andere. Sie können sich auch in die Neue Energie begeben, wenn sie es wünschen. Müssen muss niemand. Jeder kann da bleiben, wo er ist. Die Neue Energie hat auch dafür „Platz“. Sie ist liebende Akzeptanz von allem, was ist. Und das verändert letztendlich alles!

Wo wirst du dabei sein?

Liebe, was du dir erschaffen hast …

Kürzlich habe ich einigen Menschen zugehört, die einem „minimalistischen Lebensstil“ frönen. Dabei ging es in der Hauptsache darum, wie man sich die Haare ohne Shampoo waschen kann, wie man Seife selber herstellt, das billigste Mittagessen bereitet und Möbel aus Sperrholz oder Paletten baut … kurz und gut, es ging darum, wie man wohl am kostengünstigsten durchs Leben kommt.

Meiner Ansicht nach ist das armselig, nicht minimalistisch.

Auf eine entsprechende Bemerkung von mir wurde wütend reagiert. Sie fielen geschlossen über mich her. Aber was sagt uns das?

Wenn sich jemand vehement gegen etwas wehrt, dann ist das Abgewehrte vermutlich tatsächlich die Wahrheit. Derjenige macht sich Illusionen über seinen Zustand, den er nicht akzeptieren kann, denn hätte er ihn angenommen, wären Illusionen oder Abwehr gar nicht nötig. Die Emotionen kochen nur so hoch, wenn man weiß, der andere hat Recht, man das aber nicht erkennen will.

Da wird dann lieber mit anderen über Minimalismus geschwafelt, das klingt akzeptabler als: „Ich bin zu arm, um mir Shampoo leisten zu können.“  Das, liebe Leute, ist rosa Soße über einen ungeliebten Zustand zu gießen – und die ändert gar nichts an den Fakten. Besser ist es, sich einzugestehen, wo man steht, wie es um sein Selbstwertgefühl bestellt ist, und wie man sich da hinausarbeiten kann (ich meine damit nicht, sich einen Job zu  suchen …)

Es geht um Bewusstsein. Solange ich nicht liebe, was ich erschaffen habe, solange kann ich mir auch nichts Besseres erschaffen.

Menschenrecht und Selbstveranwortung

„Das war schon immer so“, eine beliebte Entschuldigung, warum man nichts tut, nichts verändert, einfach so weiter macht, „es war doch schon immer so.“

Dieses  untenstehende Video hat mich sehr nachdenklich gemacht, zeigt es doch ganz deutlich, inwieweit die Massen weltweit zu belügen und betrügen sind. Es ist eine relativ kleine Elite, die sich aufschwingt, sich die ganze Erde untertan zu machen. Der normale Mensch lebt nach einem völlig anderen Kodex, er blickt gar nicht, was mit ihm geschieht, oder wie er sich wehren oder aus dem Würgegriff befreien könnte.

Man muss das System benutzen, um das System zu stürzen.

Besser noch, du erkennst erst einmal, in welch einem System du überhaupt drinsteckst, um dann einfach darüber hinauszugehen.


Die formaljuristische Lebenderklärung – Menschwerdung auf Malta

Dieses Gespräch im obigen Video sollte dir eigentlich die Augen öffnen, wie es um deine eigene Position in der Welt bestellt ist. Um dich zu wehren, und das ist für die meisten wohl schwer, denn es erfordert Zeit, Energie und Verstand, reicht es wohl, den Hinweisen zu folgen, die im Video gegeben werden. Willst du aber über das gesamte System hinausgehen, kannst du es nur, wenn du all das mal beiseite lässt und dein Bewusstsein ausweitest. Es ist wichtig zu wissen, was abläuft, aber dann können wir es wirklich ganz einfach hinter uns lassen und die Entscheidung treffen, jetzt voll in die Selbstverantwortung einzusteigen.

Selbstverantwortung bedeutet, dass du erkennst, dass du der Schöpfer deiner Realität bist. Das ist für viele Menschen ein tolles Konstrukt – in der Fantasie! Aber mit der Umsetzung hapert es. Es ist auch nicht so einfach umzusetzen, denn du musst dafür dein gesamtes Paradigma mit einem Schlag loslassen. Man kann nicht einen Glaubenssatz nach dem anderen loslassen. Sie kehren auf wundersame Weise wieder zu dir zurück, denn indem du mit Loslassen beschäftigt bist, schreibst du jeden einzelnen Satz erst so richtig fest. Den ganzen Schmarrn also auf einen Schlag hinter sich lassen, indem man es wählt, und dann nicht mehr daran denkt und einfach weiter geht, darüber hinaus.

Wohin, magst du fragen … Ja, wenn du noch kein Basiswissen hast, was es bedeutet, in einem menschlichen Körper zu stecken, dann musst du da anfangen. Es dauert, so etwas ist ein ganz natürlicher Prozess. Beginne zu erlauben, dass du dich erinnerst. Und lies eine Menge entsprechender Texte, versuche, das Wissen in deinem eigenen Leben zu entdecken, aufzudecken, denn eigentlich war es immer vorhanden, nur verschüttet. Und irgendwann weißt du einfach, dass du soweit bist, all das hinter dir zu lassen, weil du fühlst, dass du auch Schöpferfähigkeiten hast.

Ein Schöpfer ist frei, ist außerhalb eines jeden Systems, tut, was immer ihm beliebt. Sein Beispiel wirkt auf andere, die dadurch angestoßen werden, es dem bewussten Schöpfer gleichzutun. Und so stürzen wir das System, das uns gefangen hält und versucht, eine Sache aus uns lebendigen Schöpfern zu machen – sofern wir es zulassen.

Nur das eigene Wissen wirkt, jeder muss lernen, die Dinge nur für sich zu tun, sonst hat es nicht deine eigene Energie. Und man kann nicht dauerhaft Energien für andere bewegen. Wenn ein unbewusster Mensch das versuchen würde, könnte es ihn aus dem Gleichgewicht bringen.

Ich möchte dich einfach ein bisschen anstoßen, dich zum Handeln animieren, wenn du es zulässt. Du hast die Verantwortung für dich selbst. Oder hast du sie abgegeben? Dann hol sie dir zurück! Es ist nicht nur dein Menschenrecht, es ist deine Pflicht als Göttliches Wesen!

Den Körper verlassen

Ich konnte noch nie (in dieser Inkarnation) an den Tod glauben.

Das erste Mal passierte mir etwas „Seltsames“, als ich ungefähr zweieinhalb Jahre jung war. Ich mache das Alter am Vorhandensein meiner um zwei Jahre, vier Monate jüngeren Schwester fest, wenn sie in der Erinnerung irgendwo auftaucht oder gar schon laufen konnte, weiß ich, wie alt ich ungefähr gewesen war.

Bei dieser Erinnerung hockte ich unter einem Busch in der Nähe unserer Haustür. Der Busch hatte hängende Äste, so dass es darunter höhlenartig wirkte. Ich blickte auf die im Sonnenschein hell leuchtenden Blätter und fragte mich, ob die sich wohl auch unterhalten können. Die Katzen miauen, Hunde bellen, Menschen sprechen … wie ist das mit Blättern?

Ich fühlte meine Zehen im weichen warmen Sand, die Feuchtigkeit in den Kniekehlen, Schweiß auf der Stirn, ich weitete mich aus, ich fühlte alles gleichzeitig, und noch weiter, ich fühlte die Blätter, war der Sonnenschein, noch weiter … bis in den Himmel.

Plötzlich rauschte es über mir. Ein Energiekreisel wirbelte über meinem Kopf. Mir war ein wenig schwindelig, wenn ich mich dem hingab … dann rief meine Mutter (mit dem neuen Baby an der Schulter). Sie wollte nur wissen, wo ich war. Ich stand gehorsam auf und lief zur Tür. Dort drehte ich mich um und sagte zu dem Kreisel: „Komm wieder. Ich will wissen, wer du bist!“

Ein paar Wochen später geschah das gleiche noch einmal. Diesmal verlief die Begegnung ungestört. Ein Mann erschien. Er hatte ein langes Gewand an, das mit einem Strick um die Taille „verziert“ war, Sandalen an den Füßen, und sein dunkelblondes halblanges Haar war in der Mitte gescheitelt. Er spazierte durch die Luft herunter, blieb vor mir stehen, dann kniete er nieder, denn er war so groß und ich sooo klein. Er sagte, er würde mich besuchen kommen, wenn ich einverstanden wäre. Er wollte mir „die Dinge hinter den Dingen“ zeigen. Klar, ich war einverstanden. Allerdings hatte ich bereits Zweifeln gelernt. Ich dachte mir: „Wollen doch mal sehen, ob er wirklich kommt …“

Er kam erst einige Wochen später, nachts, er weckte mich und nahm mich bei der Hand und zeigte mir, was Menschen normalerweise nicht erkennen. Es war Seth, der später (ab 1963) von Jane Roberts gechannelt wurde. Seth begleitet mich über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Er holte mich nachts ab, und wir gingen irgendwo hin. Mein Körper schlief im Bett. Seth sagte: „Ihm passiert nichts, du bist sicher!“ Und ich glaubte ihm.

Irgendwann, nicht lange nach den ersten nächtlichen Unternehmungen, wollte meine Mutter, dass ich mich zum Mittagsschlaf hinlegte. Ich hatte keine Lust dazu, aber das Leben war so aufregend, dass es eigentlich noch nötig war. An diesem Tag waren meine Oma und Tante zu Besuch, da wollte ich lieber zuhören, was die Großen erzählen, doch meine Mutter war unerbittlich. Ich musste mich auf das Sofa legen. Heimlich beschloss ich, ganz schnell einzuschlafen, um gleich darauf wieder zu erwachen. Dann hat sie ihren Willen und ich meinen. Gesagt, getan!

Ich erwachte und erhob mich aus meiner Bauchlage. Nur ein klein wenig irritiert blickte ich auf meinen eigenen Hinterkopf. Ich legte mich wieder hin und verschmolz mit dem Körper. Im Körper drin konnte ich nichts sehen, denn meine Augen waren geschlossen. Also erhob ich mich wieder, und wieder blieb mein Körper in unveränderter Position liegen. Also setzte ich mich auf und forschte im Gesicht meiner Mutter, was sie jetzt wohl sagen würde, da ich so schnell wieder auf war. Sie ignorierte mich. Ich wippte mit den Füßen, um auf mich aufmerksam zu machen. Aber sie sah mich nicht mal an, obwohl sie zum Sofa rüber sah. Sie meinte zu ihrer Mutter: „Seht euch das doch an, erst will sie nicht schlafen, und dann liegt sie da wie eine Tote!“

Ich rutschte vom Sofa hinunter und ging zu meinen Bauklötzen. Immer, wenn ich einen anhob, blieb er liegen, während ich ihn doch gleichzeitig in der Hand hatte. Irgendwie machte das Spiel aber keine Spaß. Also kroch ich mal unter den Stuhl, auf dem meine Oma saß. Das war auch so eine gemütliche Höhle, denn ihr langer weiter Rock fiel auf drei Seiten wie ein Vorhang hinunter. Plötzlich beugte sie sich nach vorne und setzte gleichzeitig ihre Füße nach hinten, dahin, wo ich hockte. Sie schrie leise auf und schüttelte sich. Dann sagte sie: „Ich glaube, da ist gerade jemand über mein Grab gegangen.“

Ich verzog mich und ging um den Tisch herum. Meine Mutter kam mit der Kaffeekanne, um ringsherum einzuschenken. Ich dachte: „Sie muss mich doch endlich bemerken!“, und blieb einfach stehen. Aber sie lief straks durch mich hindurch. Und jetzt sagte auch sie: „Du Mama, ich glaube, da ist eben auch einer über mein Grab gegangen.“ Sie schüttelte sich.

Da mir ihr weiter Taftrock durch mein Energiefeld geflattert war, was sich nicht gerade angenehm anfühlte, ging ich lieber wieder zu meinem Körper zurück. Ich holte den Hocker herbei und krabbelte wieder aufs Sofa. Dann legte ich mich auf meinen Körper und verschmolz mit ihm – und schlug die Augen auf.

Ich setzte mich und endlich bemerkte meine Mutter mich. Ich grinste und sagte: „Ich hab gar nicht geschlafen!“ Aber sie beteuerten, dass ich tief und fest geschlafen hätte. Dann begann ich zu erzählen, worüber sie gesprochen hatten. Meine Oma, Tante und Mutter stürzten herbei, knieten vor mir nieder und versuchten mir einzureden, dass ich das geträumt hätte. Aber ich konnte Wort für Wort ihre ganze Unterhaltung wiedergeben. Als ich ihre angstverzerrten Gesichter sah, hörte ich auf. Sie beruhigten sich erst, als ich so tat, als würde ich an das Ding mit dem Traum glauben. Natürlich glaubten sie es selber nicht, denn wie könnte ich eine ganze reale Unterhaltung träumen?

In der Folge wiederholte ich das aus dem Körper Treten jeden Nachmittag, wenn ich schlafen sollte. Ich sprach nur nicht mehr darüber, weil ich die Angst in ihren Gesichtern gesehen hatte. Aber mir machte es einen Heidenspaß, im Raum herumzulaufen, ohne dass mich jemand sehen konnte. Abends im Dunkeln war es nicht so witzig, das ließ ich sein, aber nachmittags immer. Ich traute mich allerdings nicht, das Zimmer, in dem mein Körper lag, zu verlassen, da ich erlebt hatte, dass mich ohne ihn niemand wahrnehmen konnte. Ich war in dem Alter auf Liebe und Zuwendung angewiesen, von daher war er mir sehr, sehr wichtig. Damals …

Wenn ein Mensch willentlich den Körper verlassen und wieder zurückkehren kann, dann ist – jedenfalls für mich – völlig klar, dass Sterben ebenfalls so abläuft: Ich verlasse den Körper, nur komme ich nicht mehr zurück. Weiter ist das nichts.