Angst vorm Schwarzen Mann

Du kennst den Kinderrein: „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?“

„Niemand!“

„Und wenn er kommt?“

„Dann laufen wir…“

Der Schwarze Mann kann einem in vielerlei Gestalt begegnen, ganz real oder als Schreckgestalt in unserem Inneren. Es kann ein verlorener Aspekt von dir sein oder auch ein so genannter Spukie, ein Wesen, das sich üblicherweise in den erdnahen Bereichen aufhält und dort sein Unwesen treibt, was nicht wenigen bekannt ist als jemand, der sie im Traum ängstigt. Und wenn sie dann wach werden, sehen sie immer noch die graue Gestalt sich über das Bett beugen. Es sind Aspekte von Seelenwesen, die sich in den erdnahen Bereichen häuslich eingerichtet haben und dort gar nicht mehr weg wollen. Sie „nähren“ sich von der Angst und der Verwirrung jener, die ihren Körper hinter sich gelassen haben, also gestorben sind, oder von Menschen, die im Traumzustand Angst spüren. Davon werden diese Gestalten magisch angezogen, verspricht es doch, eine fette Mahlzeit zu werden.

Hast du solch einen Traum, dann solltest du wissen, dass du Spukies energisch wegjagen kannst. Sie müssen deinem Befehl gehorchen (und tun es auch). Du kannst auch gebieterisch verlangen, dass sie dein Haus niemals betreten dürfen, niemand darf das, der nicht persönlich dazu eingeladen wurde. Auch das funktioniert bestens.

Handelt es sich aber um einen Aspekte von dir, der „nach Hause kommen will“, dann solltest du ihn einladen, sich zu integrieren. Das ist für manch einen nicht so einfach, vielleicht fühlt er sich nicht willkommen. Er möchte „erkannt“ werden, er will, dass du weißt, wer er ist, und was er (seiner Meinung nach) verbrochen hat, weil er fürchtet, du könntest ihn immer noch ablehnen. Das passiert oft bei den so genannten Grauen, jene, die nicht nur Gutes getan haben in ihrer Lebenszeit.

Ich bin einmal nach Marrakesch gereist, um Fatma, eine Inkarnation von mir, nach Hause zu holen. Bewusst war es mir nicht, als ich im Bus saß und Halsschmerzen bekam, weil die Klimaanlage am Fenster zu kalt war… Es lag nicht an der Klimaanlage, sondern an der Angst.

Später, in der Innenstadt, hat Fatma mich geführt. Ich sah das Haus, in dem ich gelebt hatte, sah vor meinem inneren Auge die ganze Geschichte: Ich war eine Witwe mit 8 Kindern, mein Mann wurde auf der Straße erstochen, und ich musste die Kinder irgendwie durchbringen. Zur Zeit von König Hassan I. war das als Frau fast unmöglich. Aber ich habe es dennoch geschafft, die Jungen auf die höhere Schule zu schicken. Einer wurde Minister, ein anderer Arzt, und zwei der fünf Jungen wurden Rechtsanwälte, die drei Mädchen wurden reich und glücklich verheiratet. Und der Jüngste (erneut inkarniert und nun nebenbei tätig als unser Fremdenführer in Marrakesch, hatte in Deutschland studiert und sprach einwandfrei und akzentfrei Deutsch) war der Grund für Fatmas Zögern … Ich hatte ihn, das achte Kind, nicht haben wollen. Ich hatte versucht, ihn abzutreiben, weil ich in all den Jahren meiner Ehe immer nur schwanger war. Und deshalb hatte Fatma sich nicht einfach so getraut, sich zu integrieren. Unserem kühlen Kopf mag das banal erscheinen, doch auf der inneren Ebene ist eine so kleine Angst bereits ein krasser Hinderungsgrund. Das liegt daran, dass der Verstand nichts fühlen kann, von daher beurteilt er diese Handlungsweise ganz „cool“, also ungerührt. Für Fatima von damals war das ein schlimmes Vergehen, dass sie sich selber nicht verzeihen konnte. Sie wollte, dass ich heute davon weiß und sie trotzdem einlade, was mir natürlich leicht gefallen ist.

Manchmal sind es diese vielleicht gar nicht so kleinen Kleinigkeiten, die heftigen Aufruhr verursachen. Doch auch, wenn du nicht herausbekommen kannst, was der Aspekt dich wissen lassen möchte: Atmen, bewusst atmen, die innere Balance behalten, ihn liebevoll einladen. Und sonst gar nichts.

Will er wirklich kommen, dann wird er einen Weg finden, es dich irgendwie wissen zu lassen, welcher Art seine Tat war. Und wenn nicht, dann überlasse es dem Meister in dir, deiner Seele, dafür zu sorgen, dass er sich integrieren kann. Loslassen, Balance bewahren, weiter nichts. Das Leben ist ein Abenteuer, genieße es!

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