Ich erlaube

Was erlaube ich denn da, wenn ich erlaube? Es ist ja nicht so, dass ich irgendeinem Spukie erlaube, mich zu ärgern oder irgendwelchen Mächten, mich zu beuteln, nein, ich erlaube meiner Seele den Zutritt in meine Körperlichkeit. Ich erlaube mein ICH BIN herein.

Es geht immer nur um mich dabei, um alles, was ich bin. Es hat nichts mit dem Außen zu tun, nichts mit anderen Wesen, nur mit mir und der intimen Verbindung mit mir selber, dem ICH BIN.

Der Mensch ist weniger davon angetan. Er stemmt sich dagegen, widerstrebt, widersteht … ihm ist nicht so ganz geheuer, was da abgehen soll. Er wünscht sich ein etwas besseres Leben, etwas reicher ganz sicher, paar mehr richtig gute Freunde, ein Haus, das dicke Auto (diesen BMW SUV vielleicht…) Und ansonsten möchte er in Frieden leben – auf die Art, die er kennt. Nur etwas besser halt.

Aber erlaubt er der Seele den Zutritt, wird sich alles ändern.

Einerseits ist es das, was er sich wünscht, andererseits ist diese Veränderung unsicher, wer weiß schon, was dann kommt? Mit dem, was man kennt, kann man umgehen, aber etwas völlig anderes? hm.

Nichtsdestotrotz erlaube ich. Wie geht das? Eigentlich ist klar, wir erschaffen über das Gefühl. Was ich nicht fühlen kann, kann ich nur denken. Und Gedanken haben ein so winzig kleines Potential, Dinge zu erschaffen, man kann sagen: fast gar keins. Erst wenn sich Gedanken reinfräsen, wie eine stumpfe Nadel auf der alten Schallplatte sich tiefer fräst, erst dann tendiert das System dazu, das Eingefräste auch zu erschaffen.

Dem menschlichen Teil widerstrebt die Veränderung, die unweigerlich mit dem Erlauben kommen muss. Wie also erlaube ich, wenn ich das (wegen des Widerstandes) nicht fühlen kann?

Wie eine geduldige Mutter wiederhole ich mantrenhaft immer wieder: „Ich erlaube“, und dann ein tiefer, bewusster Atemzug, wie es Adamus empfiehlt. „Ich erlaube“, immer und immer wieder, bei jeder sich bietenden Gelegenheit! Irgendwann bricht dabei jeder Widerstand, jedes Widerstreben in sich zusammen. Der Mensch fügt sich.

Einmal erlauben ist keinmal erlauben.

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3 Antworten auf „Ich erlaube

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