So sieht es aus

Man könnte meinen, jetzt kommt eine Aussicht, wie dein Leben sich wohl in 2017 gestalten mag, aber eigentlich ist es ein Blick auf dein Leben, wie du es bisher gestaltet hast und wohl wieder und wieder gestalten wirst.

Aber zuerst der Blick zurück. Als ich klein war, hatte ich mal Besuch aus Amerika. Es tauchte während des Spiels ein kleines Mädchen auf, ungefähr so alt wie ich: drei Jahre. Sie erzählte mir, dass sie ein Buch schreiben würde – extra für mich, um mich zu erinnern. Die Schrift würde ganz bunt sein …

Und in den neunziger Jahren, kurz vor dem Millennium, als alle Angst vor dem Ende der Welt hatte, waren die esoterischen Abteilungen in den Buchhandlungen natürlich groß und voll gefüllt. Jeder suchte nach irgendeiner Form von Sicherheit im Geschriebenen. Das Geschäft brummte!

Ich war natürlich auch von dem Thema angezogen, kaufte etliche Bücher, oft ohne hinzusehen. Einmal zog ich ein weißes Buch aus dem Regal, sah hinein, alles bunt! Die Schrift … da war tatsächlich kein Buchstabe in der gleichen Farbe wie der nächste, alles schillerte und schimmerte. Ich klemmte es mir unter den Arm. Es war von Solara geschrieben, so wie sie es damals gesagt hatte. Und auch, wenn ich zu der Zeit noch alles vergessen hatte, ich wußte dennoch: Das ist für mich!

Ein anderes Mal kam ein Mädchen und erzählte mir: „Diese Rolle habe ich im letzten Leben auch gespielt.“ Und sie gab mir Tipps, worauf ich achten sollte. Ich vermute mal, ich habe darauf geachtet, aber ich erinnere mich auch jetzt nicht mehr, welcher Art diese Tipps waren.

In diesem Zusammenhang sehe ich plötzlich auch, was ich gestern entdeckte: Ich hatte mir Videos „reingezogen“, eines nach dem anderen. Ich konnte nicht viel mehr tun, die Energien haben mich buchstäblich umgehauen. Dann erinnerte ich mich daran, was Adamus mal sagte. Er meinte nämlich, dass wir uns, wenn wir einen Film sehen würden, in jede einzelne der handelnden Personen hineinfühlen sollten. Kurz: Stelle dir vor, es bist du, den du da agieren siehst. Du bist jede einzelne Person in dem Film.

Ich stellte erstaunt fest: Stimmt. Der Film handelte von den Dingen und Situationen, die ich mir so erträume. Aber es gibt auch immer den Gegenspieler, klar, von daher kommt die Spannung.

Der nächste Film war genauso und der übernächste auch. In jeder Person konnte ich mich wiedererkennen, denn es handelt sich dabei um Archetypen. Die Figuren stellen Archetypen dar, und die erzählte Geschichte lebt von Konflikt und Lösung. Das finden wir spannend. Das interessiert uns.

Aber das sind nur Rollen, mit denen wir uns identifizieren. Wenn man sich jetzt von der Rolle löst (man merkt, man trägt das ganze Repertoir in sich), dann könnte man sich ein völlig anderes Leben vorstellen. Allerdings hapert es dabei ganz gewaltig, denn es fehlt eben jede Vorlage, jede „Rolle“. Wir sind dabei, neu zu kreieren, keine Rollen mehr, sondern echtes, einzigartiges, authentisches Leben. Wie das aussehen könnte, erleben wir, wenn wir „erlaubt“ haben, wenn wir also mit dem ICH BIN eins sind. Und nur dort, in der Verschmelzung, ist tatsächlich der so genannte „sichere Raum“, in dem alles sein darf …

Siehe auch hier.

2 Antworten auf „So sieht es aus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s