Meine Seelenschwester

Eine Schwester ist für gewöhnlich jemand, der von den gleichen Eltern abstammt, in der gleichen Familie aufwächst, und dadurch das gleiche Weltbild vermittelt bekommen hat, das man selber in sich trägt. Die Zeit mag vergehen, die Lebenswege sich trennen, aber das Weltbild ist unerschütterlich, es bleibt bestehen. Und so ähneln sich die Lebenswege der Geschwister. Man könnte sie fast austauschen. Auch wenn man am anderen vieles zu mäkeln findet, sind es doch die gleichen Anteile, die man selber in sich trägt.

Und dann… ja, dann fängt einer an, sich zu fragen, was das ganze wohl soll. Wieso bin ich hier in dieser Welt, was mache ich hier, und vor allem: wo komme ich eigentlich her? Ich bin nicht erst im Leib meiner Mutter entstanden oder habe dieses Bewusstsein mit dem Einsetzen des Verstandes „entwickelt“, wie viele Forscher irrtümlich glauben. Ich BIN. Aber warum BIN ICH hier?

Der Weg beginnt. Bewusstsein wird zu einem Synonym für die Erforschung dessen, der man zu sein glaubt. Man betrachtet jede Idee, jeden Gedanken, jede Einstellung, jede Vergangenheit, die man zu haben glaubte, und jeden Zukunftstraum. Und das meiste davon wirft man weg, weil man erkennt … es hat ausgedient, es kann in den Müll.

Was bleibt dann eigentlich zwischen Schwestern? Ich musste erkennen: Nichts. Es ist nichts mehr übrig, was einst war. Mit der Familie hat man nichts mehr gemein, wenn man erst das vermittelte Weltbild genauer betrachtet und größtenteils verworfen hat, wenn das Ahnenkarma und andere Abhängigkeiten gelöst sind, und das Opferbewusstsein in ein bewusstes und selbstbestimmtes Lebensgefühl transformiert wurde.

Es war an der Zeit, sich umzusehen nach einer Seelenschwester, einer Frau, die JETZT den gleichen Hintergrund hat, die dasselbe Weltbild in sich errichtet, ebenso das Alte in sich aufgeräumt hat und die gleichen Fragen stellt, denselben Weg geht. Kurz: Ein Mensch, der einem so vertraut ist, wie es die biologische Schwester nie war, ein Mensch, der imstande ist zu lieben, der respektiert, versteht, duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig und unterstützend ist und immer einen sicheren Raum hält.

Du meinst, das gibt es gar nicht? Doch, ich habe Eli gefunden und sie gefragt, ob sie meine Schwester sein will. Und sie hat ja gesagt. Danke Eli, danke, dass du meine Schwester bist!

Was auf diesem Weg zählt, ist das, was man fühlt, nicht mehr das, was die frühere Wahl eines Elternpaares nach sich zog. Ein selbstbestimmtes Leben bedeutet auch die freie Wahl in Bezug auf (seelen)verwandtschaftliche Beziehungen.

 

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Im Turboschleudergang

Die so genannte Neue Energie … du hast sie mit erschaffen, indem du dein Bewusstsein erweitert hast. Deine Veränderungen sind es, die diese Energien einfließen lassen. Sie sind in dir, und sie sind draußen in der Welt. Irgendwo fließen sie ins Universum herein – obwohl sie doch in dir sind.

Das ist das Geheimnis der Schöpfung. Alles ist in dir, in deinem Inneren, und du projizierst es nach außen. Und dann sieht es so aus, als wenn es irgendwo da draußen in der Welt passiert. Die Leinwand selber ist keine Welt, auch wenn es so scheint.

Indem du dein Bewusstsein ausweitest, klärst du die Facetten deiner Persönlichkeit. Es bedeutet, dass mehr von dieser Neuen Energie dich durchfluten kann. Und das kann gelegentlich ganz schön hart auszuhalten sein. Doch willst du die Verbindung mit deiner Seele, ist es notwendig, deine Energiefrequenz noch weiter anzuheben, so weit wie möglich. Dein ICH BIN wird seine Frequenz so weit wie möglich absenken, damit die Verbindung geschehen kann. Aber es ist an dir, deine hochzuschrauben.

Wer meint, es ginge zu langsam, der … stellt sich mal eben unter die Dusche, d. h. er begibt sich direkt in den Strahl der hereinkommenden neuen Energie. Die Frequenzen sind im ungefilterten Zustand so hoch, dass es dich schier zerreißt. Du fliegst in hohem Bogen wieder raus aus diesem Fluß. Und dann darfst du dich neu sortieren, denn es hat deinen Energiekörper wortwörtlich in Millionen Einzelteile zerrissen.

Du wachst eines Morgens auf, willst aufstehen, aber dir ist elendiglich schwindelig, alles dreht sich, du gehst ins Bad, stützt dich an der Wand ab, weil du nicht sicher bist, ob du auf den Beinen bleiben kannst. Der Zustand ist unerträglich. Dann liegst du nur noch im Bett herum, wagst nicht einmal, dich zu bewegen, weil sich dann das Zimmer dreht. Es ist eine ziemliche Qual – und langweilig, weil du wirklich rein gar nichts tun kannst und nicht verstehst, was passiert ist. Du spürst nur, dass sich die Millionen Einzelteile in dir wie ein Puzzle allmählich wieder zusammenfügen. Das kann bedeuten, dass du ungefähr drei oder vier schlimme Tage erlebst. Aber es hebt deine Frequenz gewaltig an, Turbogang gewissermaßen. Und darum machst du es ja auch.

Später wird dann klar, du kannst nie wieder einen Gang zurückschalten. Wenn du mal müde bist und trotzdem nach alter Manier versuchst, im Verstand zu bleiben (und dabei deinen Körper verspannst, um die Müdigkeit nicht zu merken), kommt dieses Schwindelgefühl wieder, nicht ganz so stark, aber da der Strom der Energien, der jetzt bereits dauerhaft durch deinen Körper fließt und transformiert werden will (muss), nicht weniger wird, muss er sich mit größerem Druck einen Weg durch die verengte Stelle bahnen, was den Schwindel auslöst.

Es hilft nichts, bewusst bleiben, ausruhen, atmen, entspannen … mehr bleibt nicht zu tun. Du kannst den Weg nicht zurückgehen. Also vorwärts, nimm an, was du erschaffen hast, Augen auf und durch …

Endlich!

„Es beginnt, wenn du beginnst“, sagte Tobias einst.

Der Impuls dazu kommt nicht von „oben“, von deiner Seele. DU BIST die Seele, solltest es sein, wenn du verbunden bist. Und deshalb kommt der Impuls von dir.

Du bist es, der sagt: „Es reicht!“

Du bist es, der sagt: „Die Zeit ist JETZT!“

Du bist es, der sagt, wo es lang geht.

Und wenn du dann begonnen hast, was auch immer, dann kommen auch Impulse von der anderen Seite, von deiner Seele. Aber genau genommen bist du es, hier wie da.

Aber solange du warten willst,

warten auf Impulse,

warten auf die Seele,

warten auf den St. Nimmerleinstag,

dann wartet alles.

Du willst doch warten? Na, dann wartest du eben. Du wartest, bis du es satt hast zu warten. Dann beginnst du. Und es beginnt.

Endlich!

Raus aus der Box

Wir sortieren die Menschen, mit denen wir zu tun haben, in bestimmte Kategorien ein, jene, mit denen wir dies und das teilen, und die anderen, die wir vermeiden.

Es ist witzig anzusehen, denn wir selber stecken auch in einer Box, wir haben auch eine Selbstbewertungsmaschine, den Verstand, der uns in eine bestimmte Kategorie stellt. Ich hier und dann die anderen. Die Freunde kommen in die Box nebenan, die Nachbarn dahinter, die Familie … nun ja, je nach dem, die kann weit weggerückt werden oder in derselben Box stecken. Aber eins ist bei allen gleich: Es sind Boxen, Kisten, Kategorien, und jede ist eng begrenzt.

Doch wie kommt man da raus? Allein mit dem Willen ist es nicht getan. Das hat noch nie funktioniert und kann auch gar nicht … Wie also?

Ich möchte sagen: Mensch, erkenne dich selbst!

In dem Maß, in dem ich mich selber erkannt habe, merke ich auch, dass ich mit jedem anderen, der mir vor die Linse kommt, etwas gemein habe. Ich kann mich in denen wiedererkennen, die ich ablehne, in denen, vor denen ich Angst habe oder auch in jenen, die ich belächle oder gar abwertend beurteile. Es sind alles Spiegelbilder von mir selber.

Mir wurde dieser Umstand sehr deutlich gemacht, als ich mit Sanat Kumara gearbeitet hatte. Er stellte mich mal einer Frau vor, die … unfassbar für mich: die hatte so ganz und gar nichts mit mir zu tun. Wenn ich mich an der einen Seite von wo auch immer ansiedeln würde, dann wäre sie mir direkt gegenüber auf der anderen Seite, also so weit entfernt wie irgend möglich. Es war ein Mensch, vom anderen Ende der Fahnenstange sozusagen, eine Frau, der ich im Leben niemals begegnet wäre, weil uns weder etwas anzieht noch abstößt. Da gab es überhaupt keine Gemeinsamkeiten. Unvorstellbar!

Üblicherweise ist also unsere erlebte Welt voll mit Menschen, die uns etwas über uns selber zeigen, wenn wir nur hinsehen. Das sollte man immer im Hinterkopf haben. Und allein andere Menschen NICHT in Boxen stecken zu wollen, wirkt nicht, weil wir uns selber erst einmal unserer eigenen Box BEWUSST werden müssen, um etwas verändern zu können. Also los …