OPEN AGAIN

Die scheinbar tief schlafenden, doch keineswegs unintelligenten Menschen sehen durchaus, was in dieser Welt abläuft. Sie können es nur nicht ertragen, weil sie sich hilflos fühlen und ohnmächtig angesichts der Missstände. Und will man ihnen den Weg zeigen, glauben sie nicht, dass es „das“ ist. Sie suchen nach etwas, das möglichst jemand anders bewerkstelligen soll, eine Partei, ein politisches System oder so etwas. Es soll nur schneller wirken und leichter sein, als der Weg, den z. B. ich aufzeige, doch das gibt es gar nicht. Und das lässt sie resignieren. Tür zu, Schild rausgehängt: CLOSED.

Wie geht es denn raus aus den Missständen? Wo geht es lang?

Es beginnt bei dir.

Du bist Bewusstsein. Realität ist Bewusstsein in der Wahrnehmung (wir sprachen schon darüber). Du erschaffst also die Realität, weil du, das Bewusstsein, etwas wahrnimmst. Ohne Bewusstsein ist nichts da.

Das glaubst du nicht? Dann sieh mal genau hin. Meine Behauptung ist: Grönland gibt es gar nicht. Und schon widerlegst du es mir, denn du WEISST ja, dass es da ist. Du hast es auf der Karte gesehen oder auf google maps oder in einem Video … Es ist da, wenn du deine Aufmerksamkeit darauf lenkst. Bist du mit anderen Dingen beschäftigt, existiert es für dich nicht. Und wenn niemand je seine Aufmerksamkeit darauf richten würde, wäre Grönland verschwunden. Es existiert nur, WEIL irgendwer daran glaubt.

Bei diesem Beispiel hängt das Ergebnis von vielen Menschen ab. Aber nimm mal etwas, was nur für dich Bedeutung hat, z. B. die neue Tasse in deinem Schrank, ein Geschenk deines Freundes. Wenn du jetzt einen Film ansiehst, dann existiert die Tasse nicht mehr. Du hast deinen Fokus davon weggenommen. Dein Verstand wird dir jetzt erzählen, dass die Tasse dennoch die ganze Zeit da war, egal, was du denkst. Doch ist das wirklich so?

Ganz nebenbei bemerkt: Der Verstand ist ein Aspekt von dir, er denkt und bezweifelt gleichzeitig, was andere Teile von dir denken mögen oder auch, was er selber denkt. Ein Verstand ist so angelegt, er kann gar nicht anders. Aber du, wenn du erst Meister bist, kannst es.

Wenn dein Werkzeug dir etwas über eine Realität erzählt, glaubst du üblicherweise daran. Und genau das erschafft diese Realität erst. Willst du jetzt etwas anderes glauben als bisher, wird der Verstand genauso kraftvoll Widerstand leisten. Und je stärker er dich bisher im Griff hatte, desto stärker wird er auch widerstehen. Er versucht, dich vor etwas zu beschützen, was seiner Meinung nach falsch ist.

Um etwas zu verändern, musst du deinem Verstand weder vertrauen noch misstrauen. Du kannst darüber hinausgehen und etwas anderes für wahr halten, sobald du dich diesem starken Griff entzogen hast. Was du für wahr hältst, erschafft diese Wahrheit.

Um Missstände zu verändern, kannst du dir eine solche Welt erschaffen, die du gern haben möchtest. Und du kannst dich der Gruppe Weltverbesserer anschließen, die bereits daran arbeitet. Du musst nirgendwo hingehen, du brauchst keinen Obulus abgeben, um daran teilhaben zu können, du musst auch keinen anderen „Mitarbeiter“ kennen, jeder arbeitet für sich und an sich selber, um das Ganze in die „Form“ zu bringen, die wir uns für die Menschheit wünschen.

Das einzige, was du tun musst, ist aufzuwachen aus deinem Traum, ein hilfloser und ohnmächtiger Mensch zu sein, der keine Macht (Kraft) hat. Kein politisches System, keine Wahl, kein Krieg oder sonstiger Kampf hilft dir dabei. Sie alle drehen sich im selben Kreis, seit Jahrtausenden schon, seit Beginn dieser Erde! Und wo hat es uns hingebracht?

Der Weg da raus beginnt bei dir und endet auch bei dir. Du bist Bewusstsein, aber du schläfst noch tief. Wach auf!

Beginne hier zu lesen: die Shouds des Crimson Circle, es gibt kein besseres Material als das, was schon Tausende Menschen erfahren haben, die den Planeten jetzt bereits verändern!

Ein paar Definitionen

Spiritualität

die Suche nach der Seele

Religion

die Ablenkung von der Suche nach der Seele

Bewusstsein

die wiedergefundene Seele

Aufstieg

der Weg, sich wieder zu erinnern, wer man wirklich ist, und warum man auf diese Erde kam

Erwachen

die Erfahrung im eigenen Körper und eigenen Gewahrsein, selber die gesuchte Seele (Essenz oder ICH BIN) zu sein, und alles im scheinbaren Außen selber erschaffen zu haben, indem man beliebige Vorstellungen für wahr gehalten und geglaubt hat

Glauben

der persönliche Schöpfungsakt in dieser Realität und jeder anderen

 

Durchbruch in die Freiheit

Ich hatte letzte Nacht einen Traum, in dem eine frühere Kollegin etwas sagte, was ich nur sinngemäß wiedergeben kann, nämlich, dass ich mich nicht den äußeren Umständen entsprechend benehmen würde.

Die Kollegin zeichnete sich durch extreme Gefühlsarmut aus, von daher bin ich sicher, sie ist einfach sinnbildlich für meinen Verstandes-Aspekt eingesetzt. Der Verstand kann nämlich nichts fühlen. Er unterliegt der Logik und funktioniert linear. Er ist es, der alles anzweifelt, untersucht und bewertet. Er ist gewissermaßen ein Filter, der das, was das Gefühl nach außen projiziert hat, kommentiert und nach innen rückmeldet. Es ist das Hamsterrad, in dem der Mensch sich dreht.

Der Verstand ist also der Wächter vor (d)einem Glaubensgefängnis. Die kreativen Anteile im Wesen projizieren das, was geglaubt wird, der logische Aspekt meldet es zurück, bestätigt also den Glauben. Dadurch wiederholt sich die Projektion und verstärkt sich noch. Der Mensch ist in diesem Kreislauf gefangen.

Wenn es einem gelingt, das, was man da nach außen projiziert hat und was rückgemeldet wird, nicht mehr anzunehmen, sondern es einfach so stehenzulassen und etwas anderes zu glauben und zu leben, dann ist das ein Durchbruch durch das Diktat des Kopfes. Man geht darüber hinaus und kreiert tatsächlich nur das, was man auch haben will, und nicht mehr das, was man gestern noch geglaubt hatte. Das ist wahre Freiheit!

Die innere Verbindung mit sich selber

Seit vorgestern lese ich wieder in meinem Buch, dem unvollendeten. Ich glaube, es ist das hundertsiebenundvierzigste Mal, ich hab nicht wirklich mitgezählt …

Die Hauptperson bin ich in einer früheren Inkarnation. Mein Name war Beatriz. Und die Haupt-Hauptperson heißt Cristos, eine Inkarnation von Zebael (Adamus St. Germain ist eine andere Inkarnation von ihm). Es handelt sich also um eine wahre Geschichte, eine Biographie. Ich habe teilweise eigene Erinnerungen an das Geschehen, zu anderen Teilen habe ich auf einer inneren Ebene ein Hologramm seines Lebens gesehen, vor allem von den Teilen, bei denen Beatriz nicht dabei war, woran ich über die Figur (oder den Aspekt) Beatriz also auch keine Erinnerungen haben kann.

Was ich hier aber erzählen möchte, ist etwas Eigenartiges, was mir bei der Arbeit am Buch aufgefallen war. Es gab da diese Szene, Beatriz hatte Cristos, der eben von einem Besuch bei einem Herzog zurückkam, eingeladen, bei ihr zu wohnen. Er hatte keine Bleibe, und ihr Haus war sehr groß und leer. Da sie sich für die Zeit seiner Abwesenheit um seinen kleinen Sohn gekümmert hatte, ergab es sich, dass er in Begleitung seines Bruders zu ihr kam, um dem Jungen zu sagen, dass er zurück wäre.

Da er nun die Einladung angenommen hatte (etwas Besseres konnte ihm gar nicht passieren), zeigte sie ihm also das Zimmer, dann den angrenzenden Raum, der sich als Kinderzimmer für den Jungen gut eignete, und dann deutete sie auf die andere Tür: „Und dort drüben ist die Badestube.“ Das Haus war von einem Abkömmling des Herrscherhauses erbaut worden, das Schlafzimmer würde man heute „Suite“ nennen.

Bartholomé stand in der Tür, betrachtete die Einrichtung, dann raunte er seinem Bruder zu: „Färbt der Herzog ab?“

Ich in der Form der Beatriz verstand nicht, was er sagte. Aber unterbewusst war mir im selben Augenblick klar: „Ich werde es erfahren, wenn ich darüber schreibe.“ Da das also nicht im Tagesbewusstsein auftauchte, konnte ich es auch nicht reflektieren. Sonst hätte ich mich wohl fragen müssen, wie ich drauf komme, darüber schreiben zu wollen. So etwas war im 15. Jahrhundert für eine Frau einfach nicht denkbar, außerdem fühlte mich viel zu unbedeutend.

An einer anderen Stelle passierte Ähnliches. Ich wurde von unserem Jungen gefragt, ob ich einverstanden wäre, wenn er auch über mich schreiben würde, denn er verfasste gerade eine Biographie über seinen Vater, den Admiral. Und er meinte, ich wäre sehr wichtig für ihn gewesen, von daher müsste ich auch entsprechend gewürdigt werden. Aber ich fand es gar nicht wichtig, dass die Welt etwas über mein Leben erfährt. Ich dachte mir, „irgendwann erzähle ich mal die ganze Geschichte aus meiner Sicht“, denn unser Sohn wusste einiges nicht, über das ich auch nie mit ihm gesprochen hätte.

Beide Begebenheiten waren nicht wirklich bewusst abgelaufen. Ich erkenne sie heute besser als damals, denn mein Bewusstsein hat sich verändert, ist weiter, umfassender geworden. Was ich bedeutsam finde: ICH BIN zeitlos. Wie Adamus sagt: „Alles ist gleichzeitig – und auch wieder nicht.“ Ich bin die Beatriz von damals, und ich bin der Mensch Eva von heute, gleichzeitig, denn Beatriz ist ebenso wie der heutige Mensch jeweils ein Aspekt der Essenz. Sie haben eine innere Verbindung miteinander, sie wissen voneinander, sie fühlen sich gegenseitig. Vielleicht kann man sagen, ich, der heutige Mensch, bin als Potential in der Beatriz vor 500 Jahren, so wie Beatriz in mir heute als ein Aspekt integriert ist. Da das Bewusstsein keine Form oder Masse hat und keiner Zeit unterlegen ist, können sich die Teile miteinander verständigen und sich fühlen. Es dringt üblicherweise nicht ins Tagesbewusstsein der menschlichen Inkarnation, da diese den Vorhang zugezogen und vergessen hat, wer sie ist, und woher sie kommt, ebenso wie sie ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten vergaß. Von daher fühlen sie sich auf der unbewussten Ebene – unbewusst, was den menschlichen Teil betrifft. Alle anderen Teile können alles wahrnehmen, wenn sie wollen.

 

Neue Energie

Die so genannte Neue Energie ist da – definitiv. Sie löst die „alte“ Energie ab, die da Dualität hieß und noch immer wirkt, einfach deshalb, weil Menschen, die nicht so bewusst sind und einfach nicht wissen (das ist ein Unterschied), was die alte, und was die neue Energie sein soll, sie nicht in ihr Leben lassen.

Was wir immer hatten, ist Dualität. Jedes Ding, jede Sache, jede Situation, jede Handlungsweise und jeder Mensch hat immer mehrere Seiten. Es ist Bewertung, was man als gut oder schlecht empfindet oder sich wünscht und haben will oder eben nicht.

Was neu ist: Diese Energie vereinigt alle Seiten in sich. Wer erkannt hat, dass das eine nicht ohne das andere vollständig ist, dass er selber gut und Schlecht ist, Böses getan hat und auch ein irdischer Engel in diversen Inkarnationen gewesen war –  sowie alles dazwischen, der wertet nicht mehr. Er lehnt nichts mehr ab. Stattdessen liebt er, was er geschaffen hat, was in seinem Leben auftaucht. Er liebt sich selbst und alles, was ist.

Dieses Zusammenführen in Liebe erzeugt die Neue Energie.

Es bedeutet, nicht mehr zu kämpfen, nicht zu missionieren, um andere von der eigenen Einstellung zu überzeugen, sondern das Neue einfach zu leben als Beispiel für andere. Sie können sich auch in die Neue Energie begeben, wenn sie es wünschen. Müssen muss niemand. Jeder kann da bleiben, wo er ist. Die Neue Energie hat auch dafür „Platz“. Sie ist liebende Akzeptanz von allem, was ist. Und das verändert letztendlich alles!

Wo wirst du dabei sein?

Den Körper verlassen

Ich konnte noch nie (in dieser Inkarnation) an den Tod glauben.

Das erste Mal passierte mir etwas „Seltsames“, als ich ungefähr zweieinhalb Jahre jung war. Ich mache das Alter am Vorhandensein meiner um zwei Jahre, vier Monate jüngeren Schwester fest, wenn sie in der Erinnerung irgendwo auftaucht oder gar schon laufen konnte, weiß ich, wie alt ich ungefähr gewesen war.

Bei dieser Erinnerung hockte ich unter einem Busch in der Nähe unserer Haustür. Der Busch hatte hängende Äste, so dass es darunter höhlenartig wirkte. Ich blickte auf die im Sonnenschein hell leuchtenden Blätter und fragte mich, ob die sich wohl auch unterhalten können. Die Katzen miauen, Hunde bellen, Menschen sprechen … wie ist das mit Blättern?

Ich fühlte meine Zehen im weichen warmen Sand, die Feuchtigkeit in den Kniekehlen, Schweiß auf der Stirn, ich weitete mich aus, ich fühlte alles gleichzeitig, und noch weiter, ich fühlte die Blätter, war der Sonnenschein, noch weiter … bis in den Himmel.

Plötzlich rauschte es über mir. Ein Energiekreisel wirbelte über meinem Kopf. Mir war ein wenig schwindelig, wenn ich mich dem hingab … dann rief meine Mutter (mit dem neuen Baby an der Schulter). Sie wollte nur wissen, wo ich war. Ich stand gehorsam auf und lief zur Tür. Dort drehte ich mich um und sagte zu dem Kreisel: „Komm wieder. Ich will wissen, wer du bist!“

Ein paar Wochen später geschah das gleiche noch einmal. Diesmal verlief die Begegnung ungestört. Ein Mann erschien. Er hatte ein langes Gewand an, das mit einem Strick um die Taille „verziert“ war, Sandalen an den Füßen, und sein dunkelblondes halblanges Haar war in der Mitte gescheitelt. Er spazierte durch die Luft herunter, blieb vor mir stehen, dann kniete er nieder, denn er war so groß und ich sooo klein. Er sagte, er würde mich besuchen kommen, wenn ich einverstanden wäre. Er wollte mir „die Dinge hinter den Dingen“ zeigen. Klar, ich war einverstanden. Allerdings hatte ich bereits Zweifeln gelernt. Ich dachte mir: „Wollen doch mal sehen, ob er wirklich kommt …“

Er kam erst einige Wochen später, nachts, er weckte mich und nahm mich bei der Hand und zeigte mir, was Menschen normalerweise nicht erkennen. Es war Seth, der später (ab 1963) von Jane Roberts gechannelt wurde. Seth begleitet mich über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Er holte mich nachts ab, und wir gingen irgendwo hin. Mein Körper schlief im Bett. Seth sagte: „Ihm passiert nichts, du bist sicher!“ Und ich glaubte ihm.

Irgendwann, nicht lange nach den ersten nächtlichen Unternehmungen, wollte meine Mutter, dass ich mich zum Mittagsschlaf hinlegte. Ich hatte keine Lust dazu, aber das Leben war so aufregend, dass es eigentlich noch nötig war. An diesem Tag waren meine Oma und Tante zu Besuch, da wollte ich lieber zuhören, was die Großen erzählen, doch meine Mutter war unerbittlich. Ich musste mich auf das Sofa legen. Heimlich beschloss ich, ganz schnell einzuschlafen, um gleich darauf wieder zu erwachen. Dann hat sie ihren Willen und ich meinen. Gesagt, getan!

Ich erwachte und erhob mich aus meiner Bauchlage. Nur ein klein wenig irritiert blickte ich auf meinen eigenen Hinterkopf. Ich legte mich wieder hin und verschmolz mit dem Körper. Im Körper drin konnte ich nichts sehen, denn meine Augen waren geschlossen. Also erhob ich mich wieder, und wieder blieb mein Körper in unveränderter Position liegen. Also setzte ich mich auf und forschte im Gesicht meiner Mutter, was sie jetzt wohl sagen würde, da ich so schnell wieder auf war. Sie ignorierte mich. Ich wippte mit den Füßen, um auf mich aufmerksam zu machen. Aber sie sah mich nicht mal an, obwohl sie zum Sofa rüber sah. Sie meinte zu ihrer Mutter: „Seht euch das doch an, erst will sie nicht schlafen, und dann liegt sie da wie eine Tote!“

Ich rutschte vom Sofa hinunter und ging zu meinen Bauklötzen. Immer, wenn ich einen anhob, blieb er liegen, während ich ihn doch gleichzeitig in der Hand hatte. Irgendwie machte das Spiel aber keine Spaß. Also kroch ich mal unter den Stuhl, auf dem meine Oma saß. Das war auch so eine gemütliche Höhle, denn ihr langer weiter Rock fiel auf drei Seiten wie ein Vorhang hinunter. Plötzlich beugte sie sich nach vorne und setzte gleichzeitig ihre Füße nach hinten, dahin, wo ich hockte. Sie schrie leise auf und schüttelte sich. Dann sagte sie: „Ich glaube, da ist gerade jemand über mein Grab gegangen.“

Ich verzog mich und ging um den Tisch herum. Meine Mutter kam mit der Kaffeekanne, um ringsherum einzuschenken. Ich dachte: „Sie muss mich doch endlich bemerken!“, und blieb einfach stehen. Aber sie lief straks durch mich hindurch. Und jetzt sagte auch sie: „Du Mama, ich glaube, da ist eben auch einer über mein Grab gegangen.“ Sie schüttelte sich.

Da mir ihr weiter Taftrock durch mein Energiefeld geflattert war, was sich nicht gerade angenehm anfühlte, ging ich lieber wieder zu meinem Körper zurück. Ich holte den Hocker herbei und krabbelte wieder aufs Sofa. Dann legte ich mich auf meinen Körper und verschmolz mit ihm – und schlug die Augen auf.

Ich setzte mich und endlich bemerkte meine Mutter mich. Ich grinste und sagte: „Ich hab gar nicht geschlafen!“ Aber sie beteuerten, dass ich tief und fest geschlafen hätte. Dann begann ich zu erzählen, worüber sie gesprochen hatten. Meine Oma, Tante und Mutter stürzten herbei, knieten vor mir nieder und versuchten mir einzureden, dass ich das geträumt hätte. Aber ich konnte Wort für Wort ihre ganze Unterhaltung wiedergeben. Als ich ihre angstverzerrten Gesichter sah, hörte ich auf. Sie beruhigten sich erst, als ich so tat, als würde ich an das Ding mit dem Traum glauben. Natürlich glaubten sie es selber nicht, denn wie könnte ich eine ganze reale Unterhaltung träumen?

In der Folge wiederholte ich das aus dem Körper Treten jeden Nachmittag, wenn ich schlafen sollte. Ich sprach nur nicht mehr darüber, weil ich die Angst in ihren Gesichtern gesehen hatte. Aber mir machte es einen Heidenspaß, im Raum herumzulaufen, ohne dass mich jemand sehen konnte. Abends im Dunkeln war es nicht so witzig, das ließ ich sein, aber nachmittags immer. Ich traute mich allerdings nicht, das Zimmer, in dem mein Körper lag, zu verlassen, da ich erlebt hatte, dass mich ohne ihn niemand wahrnehmen konnte. Ich war in dem Alter auf Liebe und Zuwendung angewiesen, von daher war er mir sehr, sehr wichtig. Damals …

Wenn ein Mensch willentlich den Körper verlassen und wieder zurückkehren kann, dann ist – jedenfalls für mich – völlig klar, dass Sterben ebenfalls so abläuft: Ich verlasse den Körper, nur komme ich nicht mehr zurück. Weiter ist das nichts.

Vergleichen

Vergleichen … wir kennen das alle, wir haben es früh gelernt: Wir legen die Messlatte an, haben eine bestimmte Größe, Länge, Schönheit, Erfolg oder was auch immer im Kopf, und dann stellen wir fest, es reicht nicht. Es ist nicht so, wie es soll.

Ob wir uns mit anderen vergleichen oder andere Menschen bewerten, es ist dasselbe. Und immer hängen wir die Messlatte höher als das, was wir vor uns haben, bereithält. Wir oder die anderen genügen nie.

Vergleichen heißt auch aussuchen. Wir nehmen Äpfel und Birnen und vergleichen sie. Und immer schneidet einer schlecht ab, während der andere immer noch ungenügend ist. Wir lernen systematisch zu kritisieren, das Haar in der Suppe zu finden oder zu bewerten. Was passiert da eigentlich?

In der Dualität gibt es immer zwei Seiten: Oben/unten, gut/böse, reich/arm oder diffiziler, Ruhe/Bequemlichkeit, Musik/Lärm oder arbeitslos/faul/schuldig/unwert etc. Dualität meint, dass da mindestens zwei Teile sind, die zusammengehören. Wir Menschen haben sie auseinanderdividiert, bewerten einen Teil als geeignet, den anderen als wertlos.

Vergleichen wir, bedeutet es immer, dass wir das, was zusammen ein Ganzes ergibt, in seine Einzelteile zerlegen, und indem wir einen Teil davon als negativ bewerten, ENTWERTEN wir das Ganze.

Zeigst du mit dem Finger auf andere, weil sie deinem Anspruch nicht genügen, dann entwertest du dich selber ebenfalls, einfach deshalb, weil du auch ein Mensch bist, ebenfalls unvollkommen, und deine Bewertung nichts anderes zeigt, als dass du diese Anteile in dir selber hast, die noch nicht in Liebe integriert sind.

Alles, was wir an anderen bemängeln, hat mit uns selber zu tun. Das passiert nur, weil wir das Ganze, das wir sind, noch nicht in vollem Umfang erkannt haben.

 

Wer ist Gott

Jede Frage, die einer stellt, erschafft fast vollautomatisch einen Aspekt, der auf die Suche geht, um die Antwort zu finden. Eine Kernfrage durch alle meine Lebzeiten und schon Äonen vorher war:<

Wer oder was ist Gott?

Ich wurde Anfang 1996 auf eigentümliche Weise zu einem Medium gerufen. Diese Frau hätte in dieser Inkarnation meine Schwester sein sollen, aber das nur nebenbei. Sie channelte eine Gruppe Engel, die sich Emanuel nannten. Sie standen als Gruppenenergie den Menschen in dieser herausfordernden Zeit zur Seite. Ich war sehr erstaunt, dass ich als erstes gefragt wurde, warum ich „jetzt erst“ käme. Sie hatten schon auf mich gewartet, um mir etwas mitzuteilen, nämlich, dass es sich in meiner Sache um die Suche nach Gott handeln würde.

Wie erstaunt war ich, denn Gott…? Was hatte ich mit dem zu schaffen? Ich konnte mich nicht erinnern, auf der Suche nach ihm gewesen zu sein. Ich hatte schon in sehr früher Kindheit mit ihm abgeschlossen, denn der Kerl war ja nie da, wenn man ihn brauchte. Und ich hätte ihn gebraucht, wie schon so oft vorher. Meine Enttäuschung war grenzenlos, ich hatte begonnen, ihn zu hassen. Auch in früheren Lebzeiten haderte und hasste ich ihn, weil er niemals da war. Ich hatte mit ihm gerungen, ihn bezwungen, hatte ihn mit Wohlverhalten zu bestechen versucht, ihn gerufen, angefleht, geschrien, hab mich fallenlassen, wieder aufgerafft, ich hab ihn geärgert, war böse, verworfen, zornig, hab alle seine Lehren über den Haufen geworfen, war dem Leben gegenüber verächtlich, hab getobt und verwüstet, gemordet und hätte am liebsten sein ganzes Werk vernichtet. Und gleichzeitig hab ich geweint und ihn geliebt. Ich war demütig, untertänig, sittsam, artig und vor allen Dingen arm, denn das sollte mir doch das Himmelreich sichern, aber es war alles sinnlos. Der gnädige Herr geruhte, mich nicht zu beachten, egal, was ich tat, er war nicht da.

Mir ist in den letzten Jahren zunehmend klar geworden, dass all das, was die Kirchen uns über diesen angeblichen Gott erzählt haben, so nicht stimmt. Das meiste diente dem Klerus, Gott hats nie interessiert. Aber wer oder was ist denn nun Gott? Dem Verstand ist das zwar schon lange klar, aber es ist noch mal etwas anderes, wenn einen die Erkenntnis blitzartig trifft, so dass es einen schier umhaut:

Frage: Wer oder was ist Gott?

Antwort: ICH

Ich bin die Antwort…

Seit ich aus der Einheit kam, diente alles, was geschah, alles, was ich angestellt und erlebt hatte, nur dem Finden einer Antwort auf diese Frage. Und dann stelle ich plötzlich und völlig unvermutet fest: ICH BIN DOCH DIE ANTWORT! Ich bin die Frage, und ich bin die Antwort. Der Kreis schließt sich.

Und jetzt ist auch klar, warum alle Engel den Weg über die Erde nehmen müssen: Nur hier in dieser Dimension kann man vergessen, wer man ist. Und nur im Vergessen kann man alles, wirklich alles erleben (eben auch das, was mensch als negativ bewertet und zu vermeiden versucht), um irgendwann tief im Herzen zu begreifen, dass man ausgesandt wurde, um sich selber zu erfahren, sich in der ganzen Tiefe auszuloten, damit man endlich begreift: Ich bin der Anfang und das Ende, das A und O…

Ich selber bin der, mit dem ich gerungen habe, den ich bestechen wollte, den ich geärgert und mich über ihn erhoben habe. Ich habe mich an mir selber ausgetobt, um alle meine Facetten zu erleben, damit ich weiß, Gott, das bin ich (auch).