Sich ausweiten

Du bist nicht Mensch, du bist Bewusstsein – in einem menschlichen Körper. Du bist ewig. Und du kannst alles wahrnehmen, alles, nicht nur eine menschlich-begrenzte Sicht auf die Dinge haben, sondern das Bewusstsein, das du bist, ausweiten auf alle anderen Ebenen und in alle Zeiten hinein, in die Vergangenheit, in die Zukunft, überall hin.

Um das zu verdeutlichen, stelle dir eine Glasröhre vor. In der Röhre befinden sich lauter Erbsen, eine nach der anderen. Du, das Bewusstsein, fokussierst dich auf eine Erbse, dann auf die nächste, auf die übernächste und so fort. Das nennt man Ablauf von Zeit. Es ist die Wahrnehmung eines relativ engen Fokus in einer linearen Abfolge. Nur so kann der menschliche Verstand die Dinge aufnehmen und verarbeiten.

Du BIST aber nicht der menschliche Verstand, den HAST du nur. Er ist ein Werkzeug. Ein Werkzeug sollte dich nicht begrenzen, sondern dir dienen, oder du legst es beiseite. Über den Verstand kannst du hinausgehen.

Stelle dir vor, dass du in der Verbindung mit deiner Essenz dich ausweitest über die augenblicklich fokussierte Erbse hinaus und zurück zur ersten Erbse und weiter zurück auf der gedachten Linie der Röhre und nach oben und unten. Denke dir, dass dieses Ausweiten kugelförmig geschieht, die Kugel wird immer größer und umfasst alles, was sich im Innenraum befindet.

Wenn dir das zu abstrakt ist, dann probiere es doch einmal ganz konkret. Dann wird dir vielleicht aufgehen, was gemeint ist, und du erfährst es gleichzeitig selber. Nichts geht über die eigene direkte Erfahrung!

Beginnen wir: Du sitzt vielleicht gerade auf einem Stuhl. Schließe die Augen und fühle dein Herz klopfen. Dann gehst du zu deinem Magen hinunter, allerdings ohne deine Aufmerksamkeit vom Herzen wegzunehmen. Fühle beides gleichzeitig. Weite den Fokus vom Herzen ausgehend nach oben und unten gleichmäßig aus. Versuche, so vielen Körperteile wie möglich gleichzeitig wahrzunehmen. Und wenn du alles vom Kopf bis zur Sohle fühlen kannst, beginne auch den Stuhl unter dir zu fühlen und die Zimmerdecke über dir. Das sollte dir eine Vorstellung davon geben, wie man sich ausweiten kann.

Und wenn es dir gelingt, es ohne den Körper zu tun, nur das Bewusstsein – von deinem ICH BIN ausgehend – auch in andere Dimensionen auszuweiten, dahin, wo du nicht mehr über die körperlichen Sinne Realität empfängst, dann kannst du alles wahrnehmen und jede Information abrufen, die dich interessiert, unabhängig von Zeit und Raum. Es kommt zu dir, und du weißt gar nicht wie. Und auch das ist ein Gefühl, diese Wahrnehmung mit dem Bewusstseinskörper …

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Channeln

In früheren Zeiten (also neulich noch) geschah es bei einigen wenigen Menschen, dass sie die energetische Konstellation erreichten, die es einem nichtverkörperten Wesen erlaubte, die Dichte dieser Dimension zu durchdringen und sich mit dem Menschen zu verständigen. Wenn der einverstanden war, dann konnte das Geistwesen den Körper des Menschen benutzen, um Botschaften herüber zu bringen. Der Mensch musste beiseite treten und überließ dem anderen seinen Körper. Oft bekam er gar nicht mit, was durch ihn gechannelt wurde.

Wir spüren alle mehr oder weniger das Einströmen Neuer Energie. Die Dichte ist weniger dicht, lässt viel leichter als je zuvor zu, dass wir Kontakt zu nichtverkörperten Wesen aufnehmen können oder ihre Anwesenheit einfach so bemerken. Viele Menschen sind sehr viel offener geworden, fühlen viel sensibler als je zuvor, so dass sie auch mehr wahrzunehmen in der Lage sind.

Und dann gibt es die Bewussten, die die Dualität bereits in sich vereint haben, die keine Angst vor dem Sterben haben, weil sie um den Vorgang der Transformation wissen und ihn verstehen und sich mit ihrer eigenen Seele (ICH BIN oder Essenz genannte) verbunden haben. Sie sehen bildlich gesprochen mit einem Auge in ihr eigenes Innere, mit dem anderen auf die Außenwelt (also die Projektionsfläche). Sie fürchten sich nicht vor Geistwesen, im Gegenteil, es sind ihre Freunde und Geliebte aus anderen Inkarnationen bzw. aus der „Zeit“, lange bevor sie das erste Mal auf der Erde inkarnierten.

Diese Menschen sind heute die Channeler. Sie SIND die Seele, der Körper, der Verstand, die Aspekte, die Chakren und alles, was dazugehört. Sie sind GANZ, mit allen Teilen von sich zu einem einzigen Bewusstseinskörper verschmolzen, dem Körper Gottes … Und mit diesem Bewusstseinskörper ist Wahrnehmung auf jeder Ebene oder Dimension möglich. Es geht weit, weit über die fünf körperlichen Sinne hinaus und wird über den intuitiven Kanal empfangen.

Wenn heute einer channelt, dann macht er das bewusst. Er ist anwesend in seinem Körper und erlaubt keinem Wesen mehr, die Kontrolle zu übernehmen. Ein Channeler ist immer „MItarbeiter“ dessen, was gechannelt wird.

Ich höre gelegentlich, dass beklagt wird, dass zu viel Eigenes vom Channeler in der übermittelten Energie vorhanden sei. Das ist wahr, derjenige, der channelt, kann gar nicht mehr zurücktreten und einem anderen Wesen das Spielfeld überlassen. Die Informationen kommen auch gar nicht mehr direkt vom Geistwesen. Es sind Impulse, die von „oben“ aufgefangen (Wahrnehmung mit dem Bewusstseinskörper) und in menschlich-begrenzte Worte übersetzt werden müssen. Und das ist der Anteil des Channelers.

Es erfordert einiges an Übung, mit dem Bewusstseinskörper zu fühlen, weil man die gewohnten Wege der Wahrnehmung dabei nicht mehr nutzen kann. Es braucht auch eine Menge Vertrauen in sich selber, das, was man aufgefangen hat, für wahr zu nehmen. Meine eigenen Erfahrungen sind so, dass meine Gespräche mit den Essenzen verkörperter sowie nichtverkörperter Freunde so abläuft, dass sie mir immer wieder sagen: Vertrau dir doch, und wenn ich das nicht mit den gleichen Worten wie du ausgedrückt hätte, dann werde es aber so sagen, einfach um dir eine Freude zu machen.

Es kommt ihnen nicht auf die Wortwahl an, sondern darauf, dass der Inhalt, die Essenz dessen, was sie übermitteln wollen, auch rüberkommt. Das gibt dem channelnden Menschen eine gewisse Freiheit, es auf seine persönliche Art und Weise auszudrücken. Und das ist die Mitarbeit beim Channeln: Impulse auffangen, in Sprache bringen und ausdrücken. Aber merke: Man kann nur den Inhalt ausdrücken, den man auch verstanden hat. Komplizierte wesensfremde Inhalte wird man nicht übermitteln können. Und oft genug muss man sich erst ein gewisses Fachwissen aneignen, um die Inspirationen zu erhalten, die nötig sind, um zu verstehen.

Wenn also der Channeler mit drin ist im Channel, dann ist das okay, es geht nicht mehr anders!

Rollenspiel

Denkst du auch, dass Leute, die Selbstgespräche führen, beknackt sind, verrückt irgendwie, nicht normal? Nichts davon ist wahr.

Du bist nicht singulär, du bist viele. Dein Wesen, die so genannte Seele, hat viele, viele Aspekte herausgebildet. Du Mensch bist einer davon, und auch du kreierst unaufhörlich und unwissentlich Aspekte, die wiederum weitere Aspekte kreieren können (aber nicht unbedingt müssen). Du bist also viele …

Alle deine Anteile hören dich denken. Meist denkt der Mensch in Fetzen, unverständliches Zeug, das er zu kennen glaubt. Aber ist das wirklich so? Hast du mal aufmerksam deinen Gedanken zugehört? Um das Gewirr etwas verständlicher zu machen, denke doch mal (auch wenn du meinst, du weißt das doch sowieso)… denke einfach mal in voll ausformulierten Sätzen – und höre dir zu!

Besser ist es noch, wenn du dich mal hinsetzt, die Tastatur vor dir, und dann tippst du, was das Zeug hält. Unterhalte dich doch mal mit deinem ICH BIN oder der Seele (oder welchen Namen du auch immer für es hast). Schreiben ist wichtig, um das später nachlesen zu können. Du wirst erstaunt sein, welche Weisheit in dir steckt. Das merkst du vielleicht nicht unbedingt gleich beim Schreiben oder Denken, aber einen oder zwei Tage oder Wochen später wirst du überrascht sein, auch was die Energien angeht, die aus dem Text heraus zu fühlen sind.

Wenn du das jeden Tag machst, wirst du dich wundern, ich verspreche es dir!

Fang einfach an, dich z. B. über deine Gefühle auszulassen. Erzähle deiner Seele, was dich beglückt oder bedrückt. Und dann antworte für sie. Stell dir vor, du bist jetzt die Seele und möchtest deinem Menschen etwas zu seinem Kummer oder seinem Glück sagen. Schreibe flott weg, ohne nachzudenken! Du kannst nichts falsch machen!

Erzählen musst du das keinem, der normale, tief schlafende Mensch hält dich für verrückt. Aber du weißt es besser, oder? Da du sowohl der kleine Mensch bist als auch die wirklich unglaublich große, weise Seele, wirst du mit diesem Rollenspiel die Tür aufstoßen in den Bereich der übermenschlichen Wahrnehmung. Es sind nicht die körperlichen Sinne oder Gefühle, die dir die Weisheit deiner Seele vermitteln, es sind die Wahrnehmungen deines gesamten Seins, deines Bewusstseinskörpers, mit dem du die übermittelten Impulse auffängst und in menschliche Worte übersetzt.

Menschen, die gut und liebevoll mit sich selber reden, sind seelisch gesünder als die Denker dieser Welt.