Und führe uns nicht in Versuchung …

Der Papst hat etwas gegen diesen Satz im Vaterunser. Er meint, dass Gott uns nicht in Versuchung führt. Und die Welt schreit auf: „Wie kann man denn das Vater unser, dieses alte Gebet, nur verändern?“

Ganz einfach, man kommt zu neuen Erkenntnissen.

Als ich klein war, sprach ich oft mit Gott. Man nennt ihn auf den anderen Ebenen da oben Sanat Kumara. Er ist das in dieser Dimension am höchsten schwingende Wesen, von daher hat er stellvertretend für Gott diesen Job übernommen, den Menschen beim Beten zuzuhören. So ist das nun mal in der Dualität. Wenn die Menschen außerhalb von sich einen Gott kreieren und ihre Gebete dort rausschicken, dann ist auf der anderen Seite einer, der zuhört. Machen tut er nix. Er hat größtes Mitgefühl für alles und jeden. Doch sich sein Leben erschaffen, das macht jeder selber. Und das ist in Ordnung so. Alles dient der Erfahrung, wegen der wir ja ursprünglich herkamen.

Eines Tages erzählte er mir, dass er nicht der Gott der Kirche sei. Ich war höchst erstaunt: „Du hast die Menschen 2000 Jahre lang ANGELOGEN???“

„Aber ICH BIN GOTT!“, sagte er dann im Brustton der Überzeugung. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wie kann einer Gott sein und auch wieder nicht?

Ganz einfach: Er ist nicht der Gott, den die Menschen, vornehmlich die Kirchenältesten, erfunden haben. Es steht in der Bibel, du sollst dir kein Bild von Gott machen. Sie haben sich aber ein Bild gemacht, ein Sinnbild. Sie haben ihm, dem Gott so viele menschliche Eigenschaften angedichtet, dass man tatsächlich von einem Bild sprechen kann. Und die Alten wussten, was sie taten.

Der Mensch ist nach dem Bild von Gott geschaffen, ja? Oder ist nicht eher Gott nach dem Bild des Menschen beschaffen?

Der Mensch hat Gutes und Böses in sich. Wir sind nicht die gefallenen Engel, die böse geworden sind und deshalb den Garten Eden verlassen mussten. Wir sind die Erforscher, die Pioniere, auf dieser Erde. Jeder Mensch hat Gutes und Schlechtes in sich, egal, wie sehr er auch das Negative von sich abspalten will. Zu ihm gehört beides. Und so ist es auch mit Sanat Kumara, dem Gott und Nicht-Gott. Auch er hat einen Anteil, den er nicht gerade übermäßig liebt. Er hat diesem Aspekt von sich einen Namen gegeben: Satan.

Sanat drehte die zweite Hälfte seines Namens um, um anzudeuten, dass es ein Gegenteil gibt.

Sa-nat
Sa-tan

Die andere Hälfte anders als die erste Hälfte, ist doch eindeutig, oder?

Es ist aber nicht der Satan von Sanat, der uns zu schaffen machen kann. Es ist unser eigener Anteil, den wir zu gern verdrängen, statt ihn zu integrieren. Wir – jeder einzelne von uns – hat diesen Teufel im Leib, der uns so gern in Versuchung führt, wenn wir ihn nur lassen. Alles, aber auch alles auf Erden ist von dir selber so gemacht, damit du die dir angemessenen Erfahrungen machen kannst, denn daraus bezieht die Seele oder das ICH BIN seine Weisheit.

Wenn wir schon beten, dann sollten wir zu unserem eigenen ICH BIN beten, denn das ist der Gott in uns! Und ich meine, es ist durchaus angemessen in der heutigen Zeit, wenn die Menschen denn schon beten wollen, dass sie sagen: „Führe uns aus der Versuchung!“, wie Franziskus es will. Es bedeutet zu erwachen und endlich zu begreifen: WIR SIND AUCH GOTT, ein Teil von allem jedenfalls! Wir sind Bewusstsein, das mit Energien spielt. (Diese Konsequenz, so unterstelle ich Franziskus, hat er allerdings wohl eher nicht im Sinn …)

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