Die innere Verbindung mit sich selber

Seit vorgestern lese ich wieder in meinem Buch, dem unvollendeten. Ich glaube, es ist das hundertsiebenundvierzigste Mal, ich hab nicht wirklich mitgezählt …

Die Hauptperson bin ich in einer früheren Inkarnation. Mein Name war Beatriz. Und die Haupt-Hauptperson heißt Cristos, eine Inkarnation von Zebael (Adamus St. Germain ist eine andere Inkarnation von ihm). Es handelt sich also um eine wahre Geschichte, eine Biographie. Ich habe teilweise eigene Erinnerungen an das Geschehen, zu anderen Teilen habe ich auf einer inneren Ebene ein Hologramm seines Lebens gesehen, vor allem von den Teilen, bei denen Beatriz nicht dabei war, woran ich über die Figur (oder den Aspekt) Beatriz also auch keine Erinnerungen haben kann.

Was ich hier aber erzählen möchte, ist etwas Eigenartiges, was mir bei der Arbeit am Buch aufgefallen war. Es gab da diese Szene, Beatriz hatte Cristos, der eben von einem Besuch bei einem Herzog zurückkam, eingeladen, bei ihr zu wohnen. Er hatte keine Bleibe, und ihr Haus war sehr groß und leer. Da sie sich für die Zeit seiner Abwesenheit um seinen kleinen Sohn gekümmert hatte, ergab es sich, dass er in Begleitung seines Bruders zu ihr kam, um dem Jungen zu sagen, dass er zurück wäre.

Da er nun die Einladung angenommen hatte (etwas Besseres konnte ihm gar nicht passieren), zeigte sie ihm also das Zimmer, dann den angrenzenden Raum, der sich als Kinderzimmer für den Jungen gut eignete, und dann deutete sie auf die andere Tür: „Und dort drüben ist die Badestube.“ Das Haus war von einem Abkömmling des Herrscherhauses erbaut worden, das Schlafzimmer würde man heute „Suite“ nennen.

Bartholomé stand in der Tür, betrachtete die Einrichtung, dann raunte er seinem Bruder zu: „Färbt der Herzog ab?“

Ich in der Form der Beatriz verstand nicht, was er sagte. Aber unterbewusst war mir im selben Augenblick klar: „Ich werde es erfahren, wenn ich darüber schreibe.“ Da das also nicht im Tagesbewusstsein auftauchte, konnte ich es auch nicht reflektieren. Sonst hätte ich mich wohl fragen müssen, wie ich drauf komme, darüber schreiben zu wollen. So etwas war im 15. Jahrhundert für eine Frau einfach nicht denkbar, außerdem fühlte mich viel zu unbedeutend.

An einer anderen Stelle passierte Ähnliches. Ich wurde von unserem Jungen gefragt, ob ich einverstanden wäre, wenn er auch über mich schreiben würde, denn er verfasste gerade eine Biographie über seinen Vater, den Admiral. Und er meinte, ich wäre sehr wichtig für ihn gewesen, von daher müsste ich auch entsprechend gewürdigt werden. Aber ich fand es gar nicht wichtig, dass die Welt etwas über mein Leben erfährt. Ich dachte mir, „irgendwann erzähle ich mal die ganze Geschichte aus meiner Sicht“, denn unser Sohn wusste einiges nicht, über das ich auch nie mit ihm gesprochen hätte.

Beide Begebenheiten waren nicht wirklich bewusst abgelaufen. Ich erkenne sie heute besser als damals, denn mein Bewusstsein hat sich verändert, ist weiter, umfassender geworden. Was ich bedeutsam finde: ICH BIN zeitlos. Wie Adamus sagt: „Alles ist gleichzeitig – und auch wieder nicht.“ Ich bin die Beatriz von damals, und ich bin der Mensch Eva von heute, gleichzeitig, denn Beatriz ist ebenso wie der heutige Mensch jeweils ein Aspekt der Essenz. Sie haben eine innere Verbindung miteinander, sie wissen voneinander, sie fühlen sich gegenseitig. Vielleicht kann man sagen, ich, der heutige Mensch, bin als Potential in der Beatriz vor 500 Jahren, so wie Beatriz in mir heute als ein Aspekt integriert ist. Da das Bewusstsein keine Form oder Masse hat und keiner Zeit unterlegen ist, können sich die Teile miteinander verständigen und sich fühlen. Es dringt üblicherweise nicht ins Tagesbewusstsein der menschlichen Inkarnation, da diese den Vorhang zugezogen und vergessen hat, wer sie ist, und woher sie kommt, ebenso wie sie ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten vergaß. Von daher fühlen sie sich auf der unbewussten Ebene – unbewusst, was den menschlichen Teil betrifft. Alle anderen Teile können alles wahrnehmen, wenn sie wollen.

 

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